Mittwoch = Zittertag

von Redaktion

FCB-Frauen: Nur in der Liga dominant

In Torlaune: Die FCB-Frauen bejubeln ihren Rekord-Heimsieg gegen den HSV. © IMAGO

München – Die Zahlen sind beeindruckend und belegen, wie sehr die Frauen des FC Bayern die Bundesliga in der Hinrunde dominierten. Die Mannschaft von Trainer José Barcala holte 37 von 39 möglichen Punkten, das Torverhältnis liegt bei 51:4. Das 6:0 gegen den Hamburger SV am Sonntag war der höchste Heimsieg der bisherigen Saison, allein in den letzten sechs Bundesliga-Spielen erzielten die Bayern-Frauen 30 Tore. „Ich bin sehr stolz auf das Team. Die Zahlen sprechen für sich“, sagte Barcala: „Aber natürlich können wir uns noch verbessern.“ Auch Linksverteidigerin Carolin Simon sieht noch Lernpotenzial und nannte das 2:2 bei Atletico Madrid als Beispiel.

Während die Bayern-Frauen in der Bundesliga voll auf Kurs sind, ist die Lage in der Champions League komplizierter. Durch das Remis in Madrid haben die Münchnerinnen es nicht mehr selbst in der Hand, sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren. Die Bayern-Frauen müssen ihr Heimspiel gegen Valerenga Oslo am Mittwoch (21 Uhr) gewinnen und hoffen, dass zeitgleich zwei der drei vor ihnen platzierten Teams Punkte lassen. Spannend: Ausgerechnet die Rivalinnen aus Wolfsburg könnten dabei Schützenhilfe leisten, der VfL hat Chelsea zu Gast.

„Für uns geht es nur darum zu gewinnen, alles andere liegt nicht in unserer Hand“, stellte Simon klar. Sollten die Bayern-Frauen die direkte Qualifikation verpassen, müssten sie im Februar zwei zusätzliche Playoff-Spiele bestreiten. Als Gegnerinnen kämen mehrere Mannschaften infrage, auch ein Wiedersehen mit Atletico ist möglich. Die Ausgangslage ist spannend, am Mittwoch gegen 23 Uhr werden die Bayern-Frauen Gewissheit haben. Erst dann kann bewertet werden, wie gut die Hinrunde tatsächlich war.CHRISTIAN STÜWE

Artikel 1 von 11