Kimmich und Co. sind vorgewarnt. © Ruiz/Imago
München – Es gibt definitiv angenehmere Spiele als dieses Duell zum Jahresausklang: Für die letzte Partie in 2025 muss der FC Bayern am Sonntag nach Heidenheim (17.30 Uhr, DAZN). Dort erwartet die Elf von Vincent Kompany eine hitzige Stimmung, leidenschaftliche Fans und eine Heidenheimer Mannschaft, die um jeden Zentimeter auf dem Platz kämpft.
„Gegen die Bayern brauchst du maximalen Einsatz, aber auch das notwendige Glück an der richtigen Stelle“, sagte FCH-Trainer Frank Schmidt. Heißt: Die Bayern müssen sich auf einen wahren Kampf gefasst machen. „Wir spielen eine sehr gute Hinrunde. Aber wir wollen in Heidenheim weitermachen und versuchen, noch einen Sieg einzufahren“, sagte Sportvorstand Max Eberl: „Und dann gehen wir erst mal in den Weihnachtsurlaub.“ Die zwölf freien Tage bis zum Trainingsstart am 3. Januar könnten Chefcoach Vincent Kompany und seine Profis um Torjäger Harry Kane dann entspannt mit ihren Familien genießen.
Bei neun Punkten Vorsprung auf RB Leipzig und Borussia Dortmund spricht viel dafür, dass die Bayern schon am 15. Spieltag ihre 28. Herbstmeisterschaft rechnerisch fixieren. Und das ohne den verletzten Kapitän Manuel Neuer, für den wieder mal Jonas Urbig ins Tor rücken wird. Dauerläufer Konrad Laimer (Gelb-Sperre) und Stürmer Nicolas Jackson (Afrika-Cup) werden ebenso wie Neuer fehlen.
Das jüngste 2:2 des FC Bayern gegen Mainz 05 und das wacklige 3:1 gegen St. Pauli machen Heidenheim etwas Mut. Dennoch: Die Ausgangslage sei „eindeutig“, betonte Schmidt: „Viel schwerer geht es nicht in Europa, auf der Welt. Auch wenn sie in der Champions League ein Spiel verloren haben, in der Bundesliga sind sie noch ungeschlagen. Von daher kann ich es nur nochmal wiederholen: Es ist quasi unmöglich, die Bayern zu schlagen. Aber wir müssen das Unmögliche auch probieren, um das Mögliche dann zu erreichen.“ Aber soviel könne er sagen, ergänzte er: „Das Spiel findet trotzdem statt.“
Einen sportlichen Höhepunkt der Vereinsgeschichte hatte der Ostalb-Club bei der Bundesliga-Heimpremiere gegen die Bayern geschafft. Im April 2024 drehte der Außenseiter einen 0:2-Pausenrückstand in einen 3:2-Erfolg und sorgte für Ekstase auf dem heimischen Schlossberg. Für eine erneute Überraschung gegen den Tabellenführer benötige der Abstiegskandidat „an der richtigen Stelle einfach das Momentum“, so Schmidt: „Wir müssen mutig sein.“VT, PK, BOK