München – Lennart Karl ist beim FC Bayern schon jetzt die Entdeckung der Saison: Mit gerade einmal 17 Jahren hat er sich bei der Profi-Mannschaft etabliert und macht mit seinen Treffern regelmäßig den Unterschied – und das spiegelt sich jetzt auch in seinem Marktwert wider: Laut „transfermarkt.de“ ist Karl nun 60 Millionen Euro wert und hat seinen Marktwert verdreifacht! Geht der Aufstieg so weiter, dürfte er zeitnah die 100-Millionen-Schallmauer knacken.
Zum Vergleich: Im gleichen Alter war Teamkollege Jamal Musiala „nur“ 24 Millionen Euro wert, Florian Wirtz immerhin schon 45 Millionen Euro. Das Non plus ultra in dieser Altersklasse ist jedoch Lamine Yamal vom FC Barcelona, der als 17-Jähriger bereits 200 Millionen Euro wert war.
„Lennart Karl hat sich in einer herausragenden Art und Weise in diese Mannschaft gespielt und hat alle überrascht mit der Qualität, die er gezeigt hat“, schwärmte Bayern-Vorstandschef Jan-Christian Dreesen jüngst – und auch Torjäger Harry Kane stimmt im Sky-Interview in den Lobgesang mit ein: „Ich finde, Lenny ist eine große Bereicherung für uns. Man sieht seine Qualitäten, besonders auf engem Raum. Das hat uns sehr geholfen, seit er im Team ist.“
Karl helfe dabei, Räume zu öffnen, weil er laut Kane so schnell und ballsicher sei – und auch mal einen Gegenspieler ausdribbeln könne: „Er ist in dieser Hinsicht Jamal ähnlich, was uns schon oft neue Möglichkeiten eröffnet hat.“
Kane glaubt nicht, dass Karl der schnelle Ruhm zu Kopf steigt, dafür würden die etablierten Stars und auch Chefcoach Vincent Kompany sorgen: „Auch ohne Ball hat er eine großartige Arbeitseinstellung.“
Und abseits des Trainingsgeschehens helfen seine Familie und Berater Michael Ballack dabei, dass das Juwel mit beiden Füßen am Boden bleibt. Kane bezeichnet den Überflieger als ruhigen Jungen: „Er lernt jeden Tag dazu und genießt es, Teil dieses Teams zu sein.“
Wenn Musiala im Januar sein Comeback feiert, wird sich zeigen, ob Karl auch Konkurrenzkampf kann. Denn die Position hinter Stoßstürmer Kane ist hart umkämpft: Neben Karl und Musiala hat auch Serge Gnabry in dieser Saison dort bereits starke Leistungen gezeigt. Kein Wunder, dass Gnabry demnächst eine Vertragsverlängerung winkt.M. BONKE, P. KESSLER, V. TSCHIRPKE