BIATHLON

Preuß knackt die Olympia-Norm

von Redaktion

Erfolgreicher Jahresabschluss: Strelow schrammt am Podium vorbei – Bittere Diagnose für Puff

Le Grand Bornand – Franziska Preuß startete nach ihrem besten Ergebnis des Winters mit positiven Gefühlen im Gepäck in die Weihnachtspause. „Es war ein sehr gutes Rennen“, freute sich die Gesamtweltcupsiegerin im ZDF nach ihrem sechsten Platz im Massenstart von Le Grand Bornand. Während sich die Bayerin über die eigene aufsteigende Form und die gesicherte Olympia-Norm für das Saison-Highlight in Italien freute, schrammte Justus Strelow als Vierter im letzten Rennen des Jahres nur knapp am Podest vorbei.

Preuß legte nach ihrem elften Platz in der Verfolgung am Samstag zum Abschluss in Frankreich noch einen drauf. „Ich wäre nicht an den Start gegangen, wenn ich mich nicht bereit dafür gefühlt hätte“, sagte Preuß mit Blick auf ihre Krankheitspause. Sie sei nun aber „sehr froh, diese Olympia-Norm abhaken zu können“, erklärte Preuß, die im Massenstart 18 Sekunden hinter Siegerin Maren Kirkeeide (1 Strafrunde) aus Norwegen lag. Auch ihre Teamkolleginnen Vanessa Voigt als Siebte (1/+19,6 Sekunden) und Anna Weidel auf Platz zehn (2/+20,3) überzeugten.

Derweil muss Johanna Puff eine längere Wettkampfpause einlegen. Bei der 23-Jährigen wurde eine Herzmuskelentzündung diagnostiziert, wie sie auf Instagram mitteilte. Die Europameisterin war bei einem Rennen im zweitklassigen IBU-Cup in Obertilliach am 7. Dezember auf der Strecke kollabiert und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Jetzt kam die Diagnose: Myokarditis. „Endlich habe ich Klarheit darüber, was in den letzten Wochen passiert ist, aber es ist schwer zu akzeptieren“, schrieb Puff, für die der Traum von ihrer ersten Olympia-Teilnahme beendet ist.

Im neuen Jahr wird Strelow mit neuem Selbstvertrauen an den Start gehen. Einen Tag nach dem Verfolgungsdebakel am Samstag, in dem sich das DSV-Team unglaubliche 27 Patzer geleistet hatte, verlor der nun fehlerfreie 28-Jährige (+21,8) erst auf der Zielgeraden Platz drei an Vetle Sjaastad Christiansen aus Norwegen (2/+21,3). „Wenn ich mir die letzten Tagen und Wochen anschaue, ist es keine Schande, wenn ich erst auf der Ziellinie überholt werde“, sagte Strelow beim Erfolg des Italieners Tommaso Giacomel (1): „Es ist ärgerlich, aber mit dem Ergebnis bin ich zufrieden.“ Das restliche DSV-Team hatte wieder große Probleme mit dem Gewehr. SID

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