Showtime! Darsteller bei der Eröffnungsfeier. © dpa
Klaus-Fischer-würdig: Der formvollendete Fallrückzieher von Ayoub El Kaabi. © IMAGO / Fareed Kotb
Ein Meer aus Farben und Licht: Die Eröffnungsfeier des XXX. Afrika-Cups im Prince-Moulay-Abdellah-Stadion von Rabat (Marokko). © dpa
Rabat – Was für ein Auftakt! Gastgeber Marokko ist in seine Titelmission beim Afrika-Cup mit einer spektakulären Eröffnungsshow und einem souveränen Erfolg gestartet. Der WM-Vierte von 2022 gewann auch dank eines Treffers per Fallrückzieher gegen die Komoren mit 2:0 (0:0) und untermauerte seine Ambitionen. Der Co-Gastgeber der WM 2030 zählt beim Heim-Turnier zu den großen Titelfavoriten. Die Fans erwarten den zweiten Triumph des Landes bei der Kontinentalmeisterschaft nach dem Premierensieg 1976. Brahim Diaz (55.) von Real Madrid erzielte nach Vorlage des früheren Bayern-Profis Noussair Mazraoui das 1:0, dann riss Ayoub El Kaabi (74.) die Fans in Marokkos Hauptstadt Rabat mit seinem Traumtor von den Sitzen.
FIFA-Boss Infantino an der Seite von Marokkos Kronprinz Moulay Hassan
Die Partie im Stade Moulay Abdallah begann turbulent. Nach zehn Minuten entschied Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo (DR Kongo) zugunsten des Gastgebers auf Elfmeter – eine fragwürdige Entscheidung. Real-Profi Díaz war nach einer ganz leichten Berührung von Gegenspieler Iyad Mohamed theatralisch zu Boden gegangen. Den schwach geschossenen Strafstoß von Soufiane Rahimi konnte Komoren-Keeper Yannick Pandor aber halten.
Nur wenige Minuten später gab es den nächsten Stimmungsdämpfer für die marokkanischen Fans: Routinier Romain Saiss musste verletzt ausgewechselt werden. Von der anfänglichen Dominanz des Favoriten war plötzlich nur noch wenig zu spüren. Doch in der zweiten Halbzeit steigerten sich die Marokkaner und siegten letztlich verdient. „Das Eröffnungsspiel ist immer schwierig, aber in der zweiten Halbzeit haben wir uns gut geschlagen“, sagte Marokkos Trainer Walid Regragui zufrieden.
Vor dem Anpfiff erstrahlte das Stadion Hauptstadt in einem Meer aus Farben und Licht. Zentrale Elemente der Show waren eine Figur mit einer fußballförmigen Landkarte sowie Tänzer und LED-Projektionen, die die sechs Gastgeberstädte und die marokkanische Identität symbolisierten. Auch Marokkos Kronprinz Moulay Hassan und Gianni Infantino waren vor Ort. Der FIFA-Präsident lobte den Gastgeber in überschwänglichen Worten. Das diesjährige Turnier werde „der schönste Afrika-Cup der Geschichte“, so Infantino.DPA