Manchmal braucht es die kleinen Zufälle, um eine Karriere in Schwung zu bringen. Bei Jonas Schuster war es das private Glück eines Kollegen. Weil Österreichs Überflieger Stefan Kraft eine kleine Elternauszeit nahm, holte Chefcoach Andi Widhölzl Schuster für den Weltcup in Wisla an Bord. Und Schuster kam, um zu bleiben. Holte sechsmal in Folge Weltcup-Punkte, zuletzt in Engelberg als 5. und 6.. Für seine Flüge kann sich Schuster übrigens Tipps von gleich zwei Trainergrößen abholen. Von Widhölzl, aber auch von Werner Schuster – der 22-Jährige ist der Sohn von Deutschlands früherem Bundestrainer. „Ich spreche regelmäßig mit dem Papa“, sagt Schuster junior. An den Weihnachtstagen stimmte der Papa ihn auf die Besonderheiten seiner ersten Tournee ein. Mit Erfolg: Beim Auftaktspringen in Oberstdorf überzeugte Schuster mit einem starken neunten Platz. Gut möglich übrigens, dass auch der DSV bald einen Trainersohn ins Rennen schicken kann. Amadeus Horngacher, der 18-jährige Nachwuchs von Noch-Coach Stefan Horngacher, trimmt sich in der Kaderschmiede SC Hinterzarten für höhere Aufgaben. RP