Derby-Sieg erst in Overtime

von Redaktion

EHC tut sich gegen Erzrivalen Augsburg diesmal schwer

Zurückgemeldet: Markus Eisenschmid. © Red Bull

München – 30. Dezember, Silvester-Vorabend – in Deutschland ist es traditionell ein Eishockeytag. Ausverkaufte Hallen (wie der SAP Garden mit 10796 Zuschauern), Party-Laune – für das Heim-Team muss dann nur noch das Ergebnis passen. Tat es – aber nur so eben noch. Der EHC Red Bull München benötigte die Verlängerung, um zu einem 3:2 (0:0, 2:1, 0:1, 1:0)-Sieg und zwei Punkten gegen die Augsburger Panther zu kommen. Nach zwei klaren (6:3, 8:3) nur ein sehr knapper Derbyerfolg.

Bei der personellen Lage des EHC München, dem zuletzt mehr als eine komplette Reihe fehlte, ist jeder Rückkehrer aus dem Krankenstand herzlich willkommen. Gegen Augsburg war nach mehrwöchiger Pause Markus Eisenschmid wieder im Line-up, und das zahlte sich für das Team von Trainer Oliver David aus. Eisenschmid hat einen „signature shot“, die Direktabnahme aus dem linken Bullykreis, wo er als einer der seltenen Rechtsschützen gut aufgehoben ist. In der 28. Minute platzierte Ryan Murphy, der Münchner Spielmacher aus der Abwehr heraus, ihm die Scheibe einschussbereit auf den Schläger – und Eisenschmid vollstreckte zum 1:0. Er ließ sechs Minuten später auch einen Assist zum 2:0 folgen. Da bugsierte Brady Ferguson den Puck am Augsburger Torhüter Michael Garteig zum 2:0 vorbei – nachdem er und Yasin Ehliz in der Szene davor noch alleine auf den Keeper zugefahren und sich verzockt hatten.

„Erste Liga, keiner weiß, warum“, höhnte der EHC-Fanblock schon in Richtung der verhassten Gegenseite, doch der Spott kam etwas verfrüht, denn das Spiel blieb offen. Im ersten Drittel hatten die Münchner schon Probleme gehabt, in den Derby-Modus zu kommen, 2:0-Schütze Ferguson nannte dann auch das zweite „nicht unser bestes Drittel“. Die Augsburger Panther arbeiteten in der Defensive konsequent (Kapitän Max Renner: „Die Scheiben auch mal eklig rauschippen“), und mit der Tradition des T.J. Trevelyan-Tors kamen sie auf 2:1 heran (37.) – erster Saisontreffer des 41-Jährigen, der schon in der DEL spielte, als der EHC noch nicht den Namenszusatz Red Bull trug. Der Ausgleich durch Anthony Louis (56.) war verdient – und führte zum Overtime-Extra.GÜNTER KLEIN

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