Pietta will auch noch mit 40 punkten

von Redaktion

Ingolstadt – Daniel Pietta schnappte sich die Mütze von Sohn Henri und zog dann den „Hut“ vor den Fans. Mit Sprechchören wurde der Stürmer des ERC Ingolstadt am Sonntag noch lange nach dem schwer erkämpften 2:1-Erfolg nach Penaltyschießen gegen die Grizzlys Wolfsburg in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gefeiert. Ein Treffer war dem 39-Jährigen zwar nicht gegönnt, dafür knackte der Routinier einen Rekord.

Mit 1017 Hauptrundenspielen überholte Pietta den langjährigen Kölner Mirko Lüdemann. „Ich bin aufgewachsen, da habe ich Mirko Lüdemann noch auf dem Eis gesehen. Jetzt mit ihm da oben zu stehen, ist schon etwas Besonderes“, sagte Pietta nach dem Rekordspiel bei MagentaSport. Rechnet man die Playoffs dazu, steht Lüdemann allerdings nach wie vor an erster Stelle. Er bestritt 1197 Partien als Profi in Deutschlands höchster Liga.

Schon vor dem ersten Bully wurde Pietta mit Blumen und einem Bild geehrt. Sein erstes Spiel absolvierte der Olympia-Teilnehmer von 2022 im November 2003 im Alter von 16 Jahren für die Krefeld Pinguine. Seinem Heimatverein wollte er die ewige Treue halten, schloss mit ihm einen Zehnjahresvertrag ab, aus dem die Pinguine herauswollten, als sie in der Zeit des russischen Investors Michail Ponomarew in finanzielle Schwierigkeiten gerieten. Die Sache ging vors Arbeitsgericht, die Krefelder argumentierten, sie hätten lediglich die Absicht festgehalten, zehn Jahre lang immer wieder ein neues Arbeitsverhältnis mit Pietta einzugehen – eine krude Argumentation. Das Tischtuch war 2020 jedenfalls durchschnitten, Daniel Pietta verließ Krefeld und schloss sich dem ERC Ingolstadt an.

Erst in der vergangenen Saison stellte Pietta einen Rekord für die meisten Vorlagen in der DEL auf. Hinter Patrick Reimer ist er zweitbester Scorer der DEL-Historie. Seine Marken dürfte er weiter ausbauen, schließlich will Pietta noch bis mindestens 40 spielen, wie er regelmäßig betont.

1000 DEL-Spiele schafften nur wenige Dauerbrenner: Zuletzt sprang der Münchner Kapitän Patrick Hager mit 37 Jahren über die magische Marke. Als 13. Spieler der 1994 gegründeten Liga gelang ihm das.SID/GÜK

Artikel 11 von 11