Tour-Überraschung: Coletta Rydzek. © Solero/EPA
Toblach – Coletta Rydzek ließ nach ihrem furiosen Start in die Tour de Ski die Beine baumeln. „Dass ich noch immer Dritte der Gesamtwertung bin, ist irgendwie verrückt“, sagte die Oberstdorferin und gönnte sich am Ruhetag eine Auszeit. Um als erste deutsche Langläuferin der Tour-Geschichte auch am Ende auf dem Podest zu stehen, muss sie ab Mittwoch durch eine wahre Schinderei.
Zwei von sechs Etappen hat Rydzek in Toblach hinter sich gebracht: Rang zwei in ihrer Paradedisziplin Sprint war ein Traumstart, Platz 15 über zehn Kilometer das beste Ergebnis ihrer Karriere über diese Distanz. „Die Form passt. Ich schaue jetzt von Tag zu Tag – es wird nicht leichter, die Beine werden schwerer“, sagt die 28-Jährige.
Kaum zu glauben: Für ColettaRydzek wäre es schon ein Erfolg, überhaupt die letzte Tour-Station in Val di Fiemme zu erreichen – bislang hat sie das noch nie geschafft. In diesem Jahr ist dieses Ziel besonders reizvoll, denn am Samstag wird im Fleimstal auf dem Kurs der Olympischen Spiele 2026 gesprintet. „Ich möchte unbedingt die Olympia-Strecke sehen“, sagt Rydzek. Einen Tag später folgt zum Tour-Abschluss der berüchtigte Anstieg hinauf zur Alpe Cermis. Rydzek ist diesen Anstieg noch nie gelaufen – vielleicht in diesem Jahr? „Mal schauen, was möglich ist“.SID