Er schien in Oberstdorf auf dem besten Weg, eine der Hauptpersonen der 74. Vierschanzentournee zu werden. Und Timi Zajc ist es geworden – im negativen Sinne. Beim Neujahrsspringen nahmen die Kontrolleure den Slowenen bereits zum zweiten Mal aus dem Wettbewerb. In Oberstdorf lag sein Anzug um drei Millimeter jenseits der Norm, in Partenkirchen waren es nun deren vier. Die Konsequenz: Der Weltverband FIS zeigte Zajc entsprechend der verschärften Bedingungen die Rote Karte. Für den Rest der Tournee ist er damit gesperrt und darf von seinem Team auch nicht durch einen anderen Springer ersetzt werden. Deutschlands Karl Geiger hat nur teilweise Mitleid mit dem Kollegen. „Man muss schon sehen, dass der Anzug kein starres Gebilde ist, er kann sich verändern. Das ist mir auch schon passiert“, sagte der Oberstdorfer, „aber zweimal hintereinander, da muss man schon sagen: das darf einfach nicht passieren.“ Mit dem Bann für die beiden österreichischen Stationen in Innsbruck (4.1.) und Bischofshofen (6.1.) ist Zajc übrigens nicht alleine. Beim Neujahrsspringen erhielt auch der Türke Fatih Arde Ipcioglu nach der zweiten Beanstandung durch die Regelhüter Rot – auch für ihn ist die laufende Tournee damit schon zur Halbzeit zu Ende. RP