EHC: Schnell wie nie

von Redaktion

München – Die 60 Minuten eines Eishockeyspiels können sich ziehen. Zweieinviertel Stunden dauert ein Match eigentlich immer, häufig sind‘s auch zweieinhalb. Das DEL-Derby zwischen EHC Red Bull München und Augsburger Panthern (3:2 n.V.) am Dienstagabend war hingegen mit der regulären Spielzeit nach weniger als zwei Stunden brutto durch; in den Parallelspielen der Liga lief da gerade mal die 6. bis 10. Minute des letzten Drittels. Den beiden Trainern fiel die Besonderheit auf. Der Münchner Oliver David registrierte: „Im letzten Drittel lief das Spiel bis zum Powerbreak durch. Ungewöhnlich auch: Es gab keine Strafzeiten.“ Zwar gerieten Jeremy McKenna (EHC) und Joe Cramarossa (AEV) aneinander, aber die Strafen hoben sich auf, es kam zu keiner Über- und Unterzahl. Vor einem Vierteljahrhundert war in München mal ein Spiel zwischen den Barons und den von Hans Zach trainierten Kassel Huskies in 1:50 Stunden durchgeflutscht, doch damals betrug die Pause zwischen den Dritteln noch 15 (jetzt 18) Minuten, und es gab keine 90-sekündigen Extraunterbrechungen (Powerbreaks). „Ich dachte schon, heute geht es schnell“, sagte der aus einer Verletzung zurückgekehrte Markus Eisenschmid. Er fand: „Das macht Spaß, wenn es durchläuft, ist nicht so anstrengend wie mit vielen Unterbrechungen.“ Er erzielte das 1:0, wurde von Oliver David für ein starkes Comeback gelobt. Zudem hob der Coach Ryan Murphy, den Siegtorschützen nach viereinhalb Minuten Verlängerung hervor: „Sein bestes Spiel für den EHC.“GÜNTER KLEIN

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