Assistent Ngalula mit Kimmich. © Feiner/Imago
Kompany (re.) gibt Upamecano Tipps. © Blatterspiel/Imago
München – Neues Jahr, neue Vorsätze. Auch 2026 haben Menschen große Ziele, die sie umsetzen wollen. Einige möchten beispielsweise sportlich durchstarten und nehmen sich dafür sogar einen Personal Coach. Die Bayern-Stars werden bereits seit Sommer 2024 individuell betreut. Sprich: Seit Beginn seiner Amtszeit macht Vincent Kompany nicht nur die Mannschaft besser, sondern auch ganz gezielt einzelne Spieler.
Wie unsere Zeitung erfuhr, hat jeder Profi einen persönlichen Coach, der ihm aus dem Trainerteam des Belgiers zugeordnet wurde. Die Aufteilung entwickelt sich dabei meist aus den Beziehungen zu den Spielern. Oder Kompany selbst sie fest.
Anhand von Spiel- & Trainingsbeobachtungen bekommen die Stars Feedback von den Vinnie-Assistenten Floribert N‘Galula, René Maric, Aaron Danks oder eben von Kompany. Nur selten werden Daten dafür herangezogen. Diese Konversationen werden „ID-Gespräche“ genannt. Die Abkürzung ID steht für „Individual Development“. Auf Deutsch: Individuelle Entwicklung.
Kompany sitzt teilweise bei den Gesprächen, die immer dann anfallen, wenn es etwas zu besprechen gibt, zwischen Trainer und Spieler dabei. Der 39-Jährige kümmert sich aber auch persönlich um einzelne Stars. Vor allem Innenverteidiger Dayot Upamecano profitiert von den Ratschlägen des früheren Weltklasse-Abwehrspielers, der einst Kapitän bei Manchester City war.
„Ich habe versucht, viele Dinge zu verbessern, und das verdanke ich vor allem einem großartigen Trainer“, stellte Upamecano erst im November in einem Interview mit der französischen Sportzeitung „L‘Équipe“ klar und erklärte: „Als er kam, hat er mir sofort Tipps gegeben.“ Regelmäßig rufe Kompany seinen Schützling auch ins Büro, um „mir Videosequenzen zu zeigen, in denen ich sehen kann, was ich besser machen muss“. Der Coach sei eine große Hilfe in puncto Positionierung und Vororientierung auf dem Feld, sagte Upamecano.
Kompanys Maßnahme, die so nicht Usus im Profifußball ist, kommt innerhalb der Mannschaft gut an. Jeder Profi hat das Gefühl, dass man sich um ihn kümmert. Unter seinen Vorgängern fühlten sich Stars teils alleine gelassen. Upamecano & Co. zahlen die persönliche Betreuung mit Leistung zurück.P. KESSLER, M. BONKE