Löwen heben ohne Niederlechner ab

von Redaktion

Muskuläre Probleme: Angreifer verpasst Türkei-Trainingslager – Verlaat voll belastbar

Schneespaß bei Kapitän Verlaat (li.) & Pfeifer. © Sampics

Verletzt nicht in Belek dabei: Flo Niederlechner. © Sampics

Trainingsauftakt auf Kunstrasen: Der Schneesturm am Freitagmorgen sorgte für einen unbespielbaren Rasenplatz in Giesing. © Sampics (2)

München – Um kurz nach 11 Uhr kam noch ein Nachzügler auf das Trainingsgelände der Löwen. Die Kollegen von Florian Niederlechner zogen sich längst für das erste Training des Jahres um, als der Stürmer die anwesenden Zuschauer, die dem Schneechaos in Giesing trotzten, begrüßte und ein frohes neues Jahr wünschte. Hatte Niederlechner beim Re-Start den Wecker etwa falsch gestellt? Nein, der Grund für das späte Eintreffen war ein anderer, wenngleich nicht erfreulicherer. Der 35-Jährige plagt sich mit muskulären Problemen herum, kam gar nicht erst auf den Trainingsplatz gelaufen.

Die Konsequenz: Wenn die Sechzger am heutigen Samstag in die SunExpress-Maschine nach Antalya steigen, wird Niederlechner fehlen – er tritt die Reise in den Süden gar nicht erst an. „Florian wird hier aufgebaut. Die Verletzung zieht sich hin und wir könnten ihn im Trainingslager nicht voll belasten. Deswegen macht es Sinn, dass er hierbleibt und dann nach unserer Rückkehr wieder einsteigt“, erklärt 1860-Coach Markus Kauczinski auf den vereinseigenen Kanälen. Damit wird die Liste der daheimbleibenden Löwen immer länger. Neben Niederlechner fehlen auch Tunay Deniz, Max Christiansen und Top-Torjäger Sigurd Haugen, bei dem Kauczinski hofft, dass er in einem Monat wieder zum Team stoßen kann.

Bis dahin wird Kauczinski in der Offensive fleißig improvisieren müssen. Denn auch Kevin Volland ist nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder bei 100 Prozent, absolvierte beim Trainingsauftakt (auf Kunstrasen) nur Teile des Mannschaftstrainings. Doch es gab von Kauczinski auch gute Nachrichten zu verkünden: „Jesper Verlaat und Morris Schröter sind wieder voll dabei.“ Vor allem Schröter kann getrost als Neuzugang bezeichnet werden. Der Außenbahnspieler lief am 1. Februar (!) vergangenen Jahres letztmals für 1860 auf.

Neben einigen jungen Talenten (unter anderem U 19-Vizeweltmeister Loris Husic) müssen sich die Löwenfans vorerst nicht an neue Gesichter gewöhnen. Das Christkind hat 1860 keinen Neuzugang unter den Baum gelegt. Ist von den heiligen drei Königen etwas anderes zu erwarten? „Wir beobachten den Markt, es ist hitzig und schwer. Oft sind Spieler auf dem Markt, die aber lange nicht gespielt haben. Es muss ein Spieler sein, der uns sicher weiterhilft. Wir sind in Gesprächen, aber es ist nicht zu erwarten, dass hier in Kürze eine Neuzugang aufschlägt“, erklärt Kauczinski.

Heute in 14 Tagen rollt bereits wieder der Ball in der 3. Liga. Bis zum Heim-Kracher gegen Rot-Weiss Essen (Samstag, 17. Januar, 14 Uhr) wartet noch viel Arbeit auf Kauczinski und sein Team. Den Feinschliff wollen sich die Löwen in den nächsten Tagen in der türkischen Sonne von Belek holen (Temperaturen zwischen 14 und 18 Grad). „Der Wintereinbruch hier kam zur richtigen Zeit“, betonte Kauczinski, der froh ist, der Eiseskälte in der bayerischen Landeshauptstadt zumindest einige Tage entfliehen zu können. Am kommenden Freitag (13 Uhr) steigt in Belek die Generalprobe vor dem Rückrundenstart. Gegen den Schweizer Erstligisten FC Winterthur wird sich zeigen, wie gut der zweite Offensiv-Anzug der Sechzger bereits sitzt und wo Geschäftsführer Manfred Paula auf dem Transfermarkt möglicherweise doch noch aktiv werden müsste. MARCO BLANCO UCLES

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