Domen Prevc hatte es eilig: Denn während der derzeit weltbeste Skispringer auf dem Podest von Garmisch seiner Nationalhymne lauschte, begann in Oberstdorf gerade der Wettkampf der weltbesten Skispringerin, Domens Schwester Nika. Die Schanzenwelt ist derzeit eine Familien-Angelegenheit. „Das ist das Ergebnis von harter, täglicher Arbeit über viele Jahre“, sagte der „Domenator“, nachdem er auch das zweite Tourneespringen gewonnen hatte, so überlegen wie schon in Oberstdorf: „Es war wieder ein super Tag für mich.“ Die Konkurrenz verzweifelt derzeit. „Man fragt sich als Springer schon irgendwie: Ja, wo sind denn die restlichen 15 Meter bis zum Domen?“, sagt Philipp Raimund: „Ich gebe ja auch mein Bestes. Dann zu sehen, dass er einfach in jedem Wettkampf so Überflieger ist, ist brutal. Von seinem Fluggefühl kann ich träumen.“SZILAGYI/EPA