Showdown für Rodgers

von Redaktion

Pittsburgh-Star-Quarterback (42) spielt um seine Zukunft

Aaron Rodgers will mit den Steelers in die Playoffs. © Galvin/Imago

Pittsburgh – Aaron Rodgers ließ sich mal wieder nicht in die Karten schauen. „Ich denke nur an diese Woche, aber natürlich bin ich 42 Jahre alt und habe einen Einjahresvertrag“, erklärte der Quarterback inmitten der Spekulationen über seine Zukunft. Für den Oldie der Pittsburgh Steelers zählt derzeit nur der Showdown um die Play-offs gegen die Baltimore Ravens.

Im „Endspiel“ der AFC North geht es für beide Teams in der Nacht zu Montag (2.20 Uhr MEZ) um alles oder nichts. Sollte sich Rodgers mit den Steelers im direkten Duell mit dem Konkurrenten den Titel in der Division sichern, würde es für ihn in der Endrunde ohnehin erst einmal weitergehen. Doch auch bei einer Niederlage und dem damit verbundenen Saison-Aus ist die sportliche Rente von Rodgers noch lange nicht besiegelt. Noch im vergangenen Juni hatte der viermalige Liga-MVP in der Pat McAfee Show erklärt, er sei sich „ziemlich sicher“, dass er aufhören werde. Mittlerweile klingt das anders. „Wann auch immer die Saison endet, werde ich ein Free Agent sein“, sagte Rodgers zuletzt. Es werde sicher „ein oder zwei“ Optionen geben, „wenn ich entscheide, dass ich noch weiterspielen will“. Das könnte dauern, denn für schnelle Entscheidungen ist der umstrittene NFL-Profi wahrlich nicht bekannt. Fast drei Monate dauerte seine Denkpause, ehe er bei den Steelers anheuerte. Zwei Jahre zuvor hatte er in einer mehrtägigen Isolation („darkness retreat“) über seine Zukunft gegrübelt und sich schließlich zum einem Wechsel von den Green Bay Packers zu den New York Jets entschlossen.

Mit einem Erfolg gegen die Ravens könnte er die Zukunftsfrage vorerst vertagen. Ein Selbstläufer wird das aber keineswegs. Schon den ersten Matchball hatte Pittsburgh bei den Cleveland Browns (6:13) spektakulär vergeben. Rodgers brachte dabei nur 53,8 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler.

SID

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