Großes Getümmel bei München – Mannheim. © Red Bull
München – Die emotional beglückendsten Erfolge im Eishockey sind die Comeback-Siege. Der EHC Red Bull München hatte einen am Freitag in Wolfsburg: 0:2 zurückgelegen, in letzter Minute ausgeglichen und im Penaltyschießen gewonnen. Am Sonntag im Heimspiel gegen Mannheim stand nach zwei Dritteln ein 1:3 auf dem Anzeigewürfel. „Dass wir zurückkommen können, haben wir oft bewiesen“, meinte Veit Oswald, der Schütze des bis dahin einzigen Münchner Tors (33.), „es ist ein Schuss, dann sind wir wieder dran.“ Und: Gelang ein weiteres Comeback? Der Schuss, der hoffen ließ, gelang Ryan Murphy zum 2:3 (51.) – doch als der EHC die letzten zwei Minuten in Überzahl spielen durfte, patzte er und erlaubte seinem Gast 50 Sekunden vor Schluss den 4:2-Siegtreffer ins leere Netz.
Die Adler Mannheim hatten sich zwei Tage zuvor mit einer 2:5-Niederlage zuhause gegen Schlusslicht Dresden blamiert, fanden im Spiel zweier Top-Mannschaften im ausverkauften (10796) SAP Garden aber wieder zu ihrer normalen Stärke. Vertrauen kann das vom ehemaligen NHL-Trainer Dallas Eakins gecoachte und gemanagte Team auf seine Powerplay-Formationen – und auf Nick Mattinen. Der Abwehrriese mit ausgewiesenen Offensiv-Qualitäten war 2024, damals für Straubing, Verteidiger des Jahres in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), suchte dann seine Chance in der NHL – und versauerte im Farmteam der Toronto Maple Leafs. Für die DEL und nun Mannheim ist Mattinen eine Wucht – die München zu spüren bekam. Der Kanadier erzielte 2:1 (33.) und 3:1 (40.) für die Adler, denen zudem ein Treffer nach Videobeweis aberkannt wurde.GÜNTER KLEIN