Die Bayern-Vorbereitung startete am Samstag. © FCB
München – Das Wochenende hatte es für die Stars des FC Bayern in sich: Zum Start in die Rückrunden-Vorbereitung wurde die Mannschaft von Chefcoach Vincent Kompany gleich doppelt beansprucht. Am Samstag stand erst die obligatorische Leistungsdiagnostik auf dem Programm, ehe es im Anschluss zum ersten Mannschaftstraining auf den Rasen ging. Mit dabei: Jamal Musiala, der den Trainingsbetrieb bereits am Freitag aufgenommen hatte. Ein Spieler fehlte allerdings: Joshua Kimmich.
„Der Mittelfeldspieler absolviert nach seiner Sprunggelenkblessur zum Jahresende zunächst ein individuelles Aufbauprogramm“, teilte der deutsche Rekordmeister mit. Den Weihnachtsurlaub verbrachte Kimmich mit seiner Familie übrigens im Schnee beim Skifahren, am Sonntag war der DFB-Kapitän jedoch trotz Sprunggelenksproblemen wieder gefordert: Nicht etwa bei der Einheit am Vormittag, sondern bei den traditionellen Fanclub-Besuchen am Nachmittag.
Dieses straffe Programm auf dem und abseits des Platzes ist nur ein kleiner Vorgeschmack auf den anstehenden Mammut-Monat: Im Januar stehen sieben Pflichtspiele in Bundesliga (Wolfsburg, Köln, Leipzig, Augsburg und Hamburg) und Champions League (Union SG und PSV Eindhoven) auf dem Programm. Hinzu kommt das Testspiel am Dienstag bei RB Salzburg (15 Uhr). Wegen der Weltmeisterschaft im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko ist der Spielplan in der zweiten Saisonhälfte enorm voll gepackt.
Nicht für die Spieler, sondern auch für Chefcoach Vincent Kompany und sein Trainerteam ist diese Phase ein enormer Stresstest, die es ohne größere Verletzungssorgen zu überstehen gilt. Stichwort: Belastungssteuerung. „Im März, April, Mai spielen wir um die Titel – und in diesen wichtigen Momenten wollen wir den nächsten Schritt machen“, sagte der belgische Fußballlehrer jüngst: „Wir haben eine gute Basis gelegt für das neue Jahr, wir haben gute Voraussetzungen geschaffen, wenn jetzt die entscheidenden Monate im Frühjahr kommen.“
Unterstützung erhält Kompany dabei von Daniel Fradley, der von Manchester City als Co-Trainer an die Isar gewechselt ist und am Samstag zum ersten Mal im neuen Arbeitsgewand auf dem Trainingsplatz stand. Große Hoffnungen setzen die Verantwortlichen in die internen Neuzugänge um Musiala, Alphonso Davies und Hiroki Ito. Das Trio soll nach seiner langen Verletzungspause wieder in Topform kommen und den Konkurrenzkampf entfachen.
Intensive Startplatzduelle helfen „normalerweise immer die Leistung insgesamt zu steigern“, sagte Vereinsboss Jan-Christian Dreesen noch im Dezember gelassen: „Ich bin mir sicher, dass der Coach die richtigen Rezepte finden wird.“ Abgesehen vom 18-jährigen Leihspieler Bara Sapoko Ndiaye (Text rechts) werden die Münchner wohl nicht mehr auf dem Transfermarkt tätig werde. Es sei denn, ein lukratives Angebot für Sacha Boey flattert in die Geschäftsstelle an der Säbener Straße.M. BONKE, V. TSCHIRPKE