Kein glückliches neues Jahr

von Redaktion

Zweite Heimniederlage des EHC in 2026 – trotz guter Leistungen

Schoss das 1:0: Jeremy McKenna. © Red Bull/City-Press

München – Seit einem halben Jahr lebt Oliver David als Trainer des EHC Red Bull in München, und der Amerikaner hat festgestellt: Es ist eine „result city“, beurteilt wird man nach den Ergebnissen. Das stimmt wohl. So bleibt festzuhalten: Im noch frischen Jahr hat der EHC beide Heimspiele verloren, auf das 2:4 gegen Mannheim am Sonntag folgte an Dreikönig ein 2:3 gegen Berlin. Allerdings: Nach wieder aufflammender Krise wie in der Frühphase der Saison sieht es nicht aus. Die Münchner spielen weiter wie eine Mannschaft, die sich gefunden hat. „Selten habe ich so ein ausgeglichenes Spiel gesehen“, meinte der Mannheimer Trainer Dallas Eakins nach dem Sieg seines Teams. Auch an Berlin war man nahe dran.

Das erste Drittel gehörte dem EHC, die Statistik dazu lautete: 11:4 Torschüsse. Nach Toren: 1:0. Jeremy McKenna traf nach einem einstudierten Spielzug, bei dem Chris DeSousas finale Vorlage die größte Kunst war (17.). Am Mikrofon von Magentasport schnaufte Eisbären-Verteidiger Erik Mik schwer, als er die ersten 20 Minuten bilanzierte: „München macht ein gutes Spiel, wir kriegen keine Konter hin, wir müssen überall einen Zahn zulegen.“

Das taten die Berliner dann auch. Mit dem grandiosen Red-Bull-Forecheck war es erst einmal vorbei. Die Eisbären drehten das Spiel um, tasteten sich ans erste Erfolgserlebnis heran. Der Ausgleich gelang schließlich ihrem effektivsten Stürmer, dem Briten Liam Kirk. Bemerkenswert: Er erkämpfte sich hinterm eigenen Tor vom Münchner Brady Ferguson den Puck, startete durch, spielte Doppelpass mit Sturmkollege Frederik Tiffels und traf (32.). Sein 23. Tor der DEL-Saison. Und die Berliner konnten nachlegen. Mit einem kuriosen Treffer: Lean Bergmann verwandelte einen Bandenabpraller nach eigenem Schuss (38.). Beim folgenden Drittelpauseninterview ärgerte sich nun ein Münchner: „Berlin spielt gut, aber es liegt an uns“, sagte Chris DeSousa, der wie Gabriel Fontaine ins Team zurückgekehrt war. Dafür fehlten der erkrankte Taro Hirose und Torwart Antoine Bibeau. Diesmal im Kasten: Simon Wolf (21), der zuletzt in Weiden geparkt war.

Im Schlussabschnitt agierte der EHC wieder aktiver in der Offensive, hatte seine Chancen (Brooks 46., Oswald, 47.). Bitter für die Münchner: Dass der bei ihnen aussortierte Verteidiger Les Lancaster, nun Berliner und dort aushilfsweise als Stürmer tätig, das 3:1 für die Eisbären erzielte (50.). Das Polster, um das 2:3 (Ferguson, 60.) zu verkraften.GÜNTER KLEIN

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