Rein, ins Glück: Matchwinner Andi Obst © IMAGO
München – Tom Bischof war nahe dran, verflixt nahe. Von der Mittellinie nahm der Bayern-Kicker den Korb ins Visier. Vom Ring tropfte der Ball ins Feld zurück Es sah lange so aus, als sollte Bischofs Auftritt das Highlight aus Sicht des FC Bayern an einem lange unerquicklichen Euroleague-Abend bleiben. Doch am Ende leuchtete der Garden zum zweiten Mal binnen von fünf Tagen tiefrot. 96:89 (38:46) setzten sich die Bayern Baskets am Ende gegen Baskonia Vitoria durch. Bayerns leise Hoffnungen in Europa leben.
Dabei hatten die Spanier das Spiel lange bemerkenswert leicht unter Kontrolle. Eine bissige Defensive war schon genug,. Die Bayern? Hatten dagegen eigentlich nur ein Argument. Das allerdings war ein Gutes Andi Obst schien es über weite Strecken alleine mit dem Besuch aus dem Baskenland aufnehmen zu wollen.
Kurz vor der Pause schubste der Welt- und Europameister den Ball aus vollem Lauf von der Dreierlinie ins Schwarze. Direkt nach dem Wechsel legte er weitere zehn seiner 37 (!) Punkte nach. Es lag schon stark an ihm, dass die Bayern Trainer-Rückkehrer Svetislav Pesic den zweiten Euroleague-Sieg in Serie schenkten.
Und: Es gibt leise Hoffnungen, dass es für die Münchner in der zweiten Saisonhälfte weiter nach oben gehen könnte. Sie liegen auf den Schultern von Nenad Dimitrijevic. Der Nordmazedonier durfte unerwartet viel mitmachen und legte immerhin acht Punkte und drei Assists auf. RP