Es zwickt: Ter Stegen fällt aus. © Hipolito/IMAGO
München – Die Aussagen von Mathias Sammer waren schon gesprochen, als sich die Ereignisse in Saudi-Arabien abspielten. Aber trotzdem passte es am Mittwochvormittag, dass Meldungen von Matthias Sammer und Marc-Andre ter Stegen zeitgleich auf dem Markt waren. Während der eine – Sammer – die unbedingte WM-Teilnahme von Manuel Neuer forderte, schlug der andere – ter Stegen – gerade zur medizinischen Untersuchung in Barcelona auf. Also: Rückenwind für die ehemalige, Rückschlag für die aktuelle Nummer eins im Tor des DFB-Teams. Und die Gewissheit, dass bei diesem Thema weiterhin keine Ruhe einkehrt.
Die erneute Verletzung von ter Stegen warf zunächst noch Fragen auf. Es soll sich um eine Blessur handeln, die sich der 33 Jahre alte Ersatzkeeper des FC Barcelona in Vorbereitung auf das Halbfinale der Supercopa im Training zugezogen hat. Ein Einsatz wäre aber so oder so ausgeschlossen gewesen, weil Barca-Coach Hansi Flick weiterhin auf Joan Garcia als ersten Keeper setzt. Ter Stegen sucht derweil einen neuen Arbeitgeber, um Spielpraxis für das Turnier in den USA zu bekommen. Verletzt ist das nicht unbedingt leichter.
Das erste Länderspiel des Jahres steht erst Ende März in der Schweiz an, bis dahin aber muss ter Stegen sich so viel wie möglich beweisen. Denn der Chor der Neuer-Rufe wird nicht leiser. Sammer sagte der „Sport Bild“: „Manuel ist so gut, dass man ihn mitnehmen muss. Ich sehe keine Konstellation, in der Manuel der Gruppe nicht guttun würde. Dafür muss er selbst das aber auch wollen.“ Neuer wird im März 40 – aber er sei „noch immer außergewöhnlich“.HLR