Dika Mem holte mit Barcelona drei Mal die Champions League. © IMAGO
Zagreb – Statement-Sieg gegen den Angstgegner: Deutschlands Handballer haben ihren ersten EM-Stresstest mit großer Coolness und defensiver Stabilität bestanden. Die Mannschaft von Bundestrainer Alfred Gislason bezwang den WM-Zweiten Kroatien nach einer starken Schlussphase 32:29 (17:14) und machte eine Woche vor dem Turnierstart gegen Österreich bereits viel Lust auf mehr.
Kapitän Johannes Golla, Spielmacher Juri Knorr und Renars Uscins waren am Donnerstagabend mit jeweils fünf Toren die besten deutschen Schützen. Die 15.200 Zuschauern in der ausverkauften Arena Zagreb sahen eine enge Partie mit vielen Führungswechseln. Am Ende hatte das deutsche Team, das vor allem mit einer robusten Abwehr vor Torhüter David Späth überzeugte, die besseren Nerven und fuhr nach zuletzt vier Niederlagen in Folge gegen die Kroaten wieder einen Sieg ein. Am Sonntag (18.05 Uhr/ARD) kommt es in Hannover im Rahmen der Generalprobe zum direkten Wiedersehen.
„Wir können mit der ersten Halbzeit zufrieden sein“, urteilte Teammanager Benjamin Chatton zur Pause. Zwischenzeitlich habe das Gefühl bestanden, „dass wir den Anschluss verlieren. Wir haben uns dann sehr gut gefangen und in unterschiedlichen Abwehrformationen, das hat mir besonders gefallen, Paroli geboten.“
Den Wiederbeginn verschliefen die Gäste dann aber völlig. Beim 18:18 (35.) glich Kroatien wieder aus. Doch das DHB-Team fing sich erneut schnell: Spielmacher Knorr übernahm nun Verantwortung. In der Crunchtime bewies Gislasons Team dann starke Mentalität.