Tränen bei Belarussin

von Redaktion

Weltcupdebüt im Flüchtlingsteam

Oberhof – Für Darja Dolidowitsch war bei ihrer Premiere im Biathlon-Weltcup ihre Platzierung Nebensache. Vielmehr ging für die 20-Jährige aus Belarus ein Traum in Erfüllung. „Als ich im Startbereich stand, musste ich weinen, weil es so überwältigend war“, sagte Dolidowitsch nach Platz 68 im Sprint von Oberhof.

Sie floh 2022 gen Polen und darf deswegen seit vergangene Saison im Flüchtlingsteam des Weltverbandes starten – bisher ist sie die Einzige. Dabei ist Dolidowitsch erst Biathletin seitdem sie in Polen ist. Zuvor war sie Langläuferin, wie ihr Vater Sergei (52), der sieben Olympia-Teilnahmen hinter sich hat und in Belarus als ein Unterstützer der Opposition galt.

Polens Langlauf-Legende Justyna Kowalczyk stellte den Kontakt zum Biathlon-Team her. Die Mannschaft, mit der sie dank der Unterstützung des polnischen Verbandes in Trainingslager und zu Wettkämpfen reist, „ist wie eine Familie. Ich bin ihnen allen sehr dankbar. Ich fühle mich in Polen zu Hause“, sagte Dolidowitsch, die auf eine polnische Staatsbürgerschaft hofft und – wie ihr Papa – zu Olympia will.DPA

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