Triumphale Rückkehr der Königin

von Redaktion

Plötzlich Medaillen-Kandidatin: Ramona Hofmeister. © Ehrenzeller/EPA

Scuol – Ramona Hofmeister wusste nicht so recht, wohin mit ihren Gefühlen an diesem schier unglaublichen Tag. Ein triumphales Comeback, mit dem 27. Weltcupsieg auch das Olympiaticket gleich in der Tasche – es war ihr fast zu viel des Guten. „Ich stehe gerade richtig neben mir, ich bin ein bisschen überfordert“, sagte sie mit strahlenden Augen nach der bewegenden Siegerehrung des Parallel-Riesenslaloms im Schweizer Scuol.

Vor dreieinhalb Monaten hatte sich die Snowboard-Königin beim Training einen Bruch des Sprunggelenks zugezogen – die Olympia-Teilnahme schien da in weiter Ferne zu sein. „Ich habe“, sagte die 29-Jährige, „überhaupt nicht damit gerechnet. Natürlich fahre ich nicht zum Spaß mit, aber mir fehlen halt auch drei Monate Training.“ Es fiel kaum auf beim erstaunlich souveränen Durchmarsch bis ins Finale, wo sie klar gegen Elisa Caffont aus Italien gewann.

Im Ziel angekommen, schlug Hofmeister erst die Hände vor das Gesicht und ließ sich dann auf den Rücken fallen, was Teamkollegin Melanie Hofreiter prompt zum Anlass nahm, sich auf die Siegerin zu stürzen. Die beiden hatten doppelten Grund zur Freude: Hofreiter, zuvor im Halbfinale gegen Hofmeister unterlegen, gewann das Duell um Platz drei – zum ersten Mal in ihrer Karriere stand sie damit auf dem Podium. „Voll schön“ sei das gewesen, sagte auch die erkennbar gerührte Hofmeister, die sich jetzt voll und ganz auf Olympia freuen kann. SID

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