Angeschlagen: Renars Uscins. © Hartenfelser/Imago
Hannover – Renars Uscins humpelte auf Socken die Hotel-Treppe hinunter, dann hob er den Daumen und lächelte die Sorgen um seinen lädierten Knöchel weg. „Man merkt noch ein bisschen die Schmerzen, aber ich bin zuversichtlich“, sagte der Olympia-Held der deutschen Handballer und gab leichte Entwarnung: „Es ist nichts Strukturelles.“
Wie zum Beweis mischte sich Uscins beim Foto-Termin in Hannover scherzend unter seine Teamkollegen. Mit ihnen hatte er am Vorabend beim 33:27 gegen den WM-Zweiten Kroatien viel Selbstvertrauen für die am Donnerstag beginnende EM getankt. Gleich zu Beginn der Partie war Uscins umgeknickt und mehrere Minuten lang behandelt worden, konnte dann aber weiterspielen. „Heute morgen sah es nicht schlechter aus als gestern, das ist ein gutes Zeichen. Für das Spiel gegen Österreich sind wir zuversichtlich, aber da steht noch eine Untersuchung aus“, berichtete Team-Mangaer Benjamin Chatton: „Was wir jetzt aber sagen können ist, dass es keine Verletzung ist, die das Turnier-Aus bedeutet.“
Uscins selbst hatte nach dem Kroatien-Spiel entspannt erklärt: „Ich habe mehr Energie im Tank. Ich fühle mich frisch und hoffe, dass die Energiekurve nicht so schnell nach unten sinkt.“ Und natürlich, dass der Fuß hält: „Wir müssen schauen, wie es mit der Stabilität aussieht. Ich schaue von Tag zu Tag.“ Ein Ausfall würde auch die DHB-Auswahl schmerzen, denn pünktlich zur EM findet der Rückraumspieler immer mehr zurück zu alter Stärke. Am Sonntag gehörte er mit fünf Toren zu den besten DHB-Schützen.