Am Sonntag war das Angebot an Spitzensport in München überwältigend. Die Termine der drei herausragenden Teams überschnitten sich sogar.
Um 16.30 Uhr ging es im SAP Garden mit Eishockey los. Der EHC Red Bull München gegen die Iserlohn Roosters. Dauerte bis 18.50 Uhr.
Ab 17.30 Uhr waren in der Allianz Arena die Fußballer des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg beschäftigt. Es ging bis kurz vor halb acht.
Um 18.00 Uhr fand im BMW Park der erste Sprungwurf statt zwischen den Basketballern des FC Bayern und den Telekom Baskets aus Bonn.
Wer München-patriotisch denkt, konnte zufrieden sein: Alle Teams aus der Stadt fuhren Siege ein. Normalität, oder? Ja, aber außergewöhnlich war, wie deutlich die Erfolge ausfielen. Nämlich abseits des Klischees, wonach Fußball torärmer ist als das Eishockey mit seiner Viel-mehr-Zahl an Schüssen ist. Und eigentlich haben diese beiden Sportarten keine Chance gegen Basketball, denn da stehen auf dem Scoreboard oft riesige Vorsprünge von zehn, fünfzehn, zwanzig Punkten.
Diesmal aber: Platz eins an die Bayern-Kicker. 8:1 gegen Wolfsburg, plus sieben Tore Differenz. Platz zwei für den EHC und das klare 6:0 gegen Iserlohn, das aber halt kein 7:0 oder 8:1 war. Letzter die Korbwerfer der Bayern: 66:63, ein kärglicher Unterschied von drei Punkten. Die Basketball-Fans hätten sich wohl über Schützenfeste wie beim Fußball oder Eishockey gefreut. Vielleicht allerdings auch mancher, der in Arena oder Garden war, über einen Hauch von Spannung wie im BMW Park.GÜK