„Kabayel ist bereit für die großen Kämpfe“

von Redaktion

Box-Manager John Fury bringt seinen aufs Comeback hinarbeitenden Sohn Tyson ins Spiel

John Fury (l.) mit Reporter Jan Jansen.

Oberhausen – Interims-Weltmeister beim Verband WBC ist Agit Kabayel schon, jetzt ist er bereit für die ganz großen Namen im Schwergewicht. „Gebt mir Usyk!“, rief er noch im Ring nach seinem schnellen K.o. gegen den Polen Damian Knyba – er ist offiziell Nummer-1-Herausforderer des ukrainischen Dominators. Doch wie das im Boxen so ist: Es geht immer nur ums Geld. Und in einem Kampf Oleksandr Usyk – Kabayel steckt für die Usyk-Seite eher wenig Geld, dafür aber viel Risiko. Denn welch riesige Qualität Kabayel hat, war schon bei seinen Siegen gegen den bis dato ungeschlagenen Arslanbek Makhmudov, den Kubaner Frank Sanchez und den Chinesen Zhilei Zhang zu sehen. Dabei war er jeweils der Underdog und für ihn die Rolle des Verlierers vorgesehen – in die er sich aber nicht fügte. Das Spektakel, das der deutsch-kurdische „Leber-King“ veranstaltet, wollte sich in Oberhausen jedenfalls John Fury ansehen, Vater und Manager von Ex-Schwergewichts-Champion Tyson Fury.

Mister Fury, wie hat Ihnen die Performance von Agit Kabayel gefallen?

Sehr gut. Er ist ein richtig starker Junge, aber ich kenne ihn ja schon lange – das wusste ich also schon vorher.

Nun fragen sich alle, wie es für Agit weitergehen soll. Und da fällt auch immer wieder der Name ihres Sohnes Tyson Fury. Der ist aber ja eigentlich bereits zurückgetreten. Zuletzt gab es Gerüchte um und und auch Aussagen von ihm, er wolle 2026 nun doch wieder in den Ring zurückkehren. Wird er das tun?

Ja, er wird in den Ring zurückkehren. Tyson will wieder boxen. Ich würde die Wahrscheinlichkeit auf ein Comeback auf 98 Prozent beziffern. Er trainiert schon wieder und bereitet alles vor.

Können Sie auch sagen, in welchem Zeitraum das stattfinden soll?

Wir gehen von einem Comeback-Kampf im kommenden März oder April aus.

Und der Gegner von Tyson könnte dann Agit Kabayel sein?

Warum denn nicht? Wenn das Business stimmt, also das Geld, dann wäre das doch ein fantastischer Kampf. Kein Problem. Let‘s do it! Agit ist ein großartiger Boxer, mit toller Perspektive. Jetzt füllt er auch die großen Hallen, zumindest in Deutschland.

Ist der Name Kabayel denn wirklich schon groß genug für einen Kampf gegen Tyson Fury?

Ja, natürlich. Agit ist ungeschlagen. Er hat die letzten vier Kämpfe beeindruckend gewonnen, vor allem die drei Kämpfe in Riad waren stark. Er hat in seiner Karriere nichts falsch gemacht. Er wurde geprüft und für gut befunden. Er ist auf jeden Fall reif für die ganz großen Kämpfe.

Aber rein von der Physis her – ist er nicht körperlich zu klein für die großen Schwergewichtler?

Nein, überhaupt nicht. Er hat gar kein Problem, auch die ganz großen Jungs zu kämpfen. Das hat er schon bewiesen. Auch Knyba war ja riesengroß. Und schauen sie sich Usyk an – viel größer als Agit ist er ja auch nicht.

Apropos Usyk. Am liebsten würde Agit gegen Usyk antreten…

Das würde ich ihm auch wünschen. Und ich bin mir sicher: Wenn Agit die Chance bekommt Weltmeister zu werden, dann wird er in diesem Kampf auch gewinnen!

INTERVIEW: JAN JANSSEN

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