OBERLIGA-TOUR

Rekord und Überraschung im Spiel der Spiele

von Redaktion

Oberland-Derby geht diesmal an den SCR, Peiting punktet, Erding fällt wieder zurück

Riessersee: Das war eine faustdicke Überraschung: Der Drittletzte schlug den Dritten. Im Spiel der Spiele siegte der SC Riessersee gegen die Tölzer Löwen mit 7:4 im dritten Duell der Saison mit dem ewigen Rivalen. Die Garmisch-Partenkirchner beschenkten damit ihren Trainer Markus Jocher an dessen 47. Geburtstag. Es war der erste Dreier, nachdem es zuletzt sechsmal in Folge nicht geklappt hatte. Die 4196 Zuschauer bedeuteten einen Derbyrekord in dieser Spielzeit – in Bad Tölz waren es zweimal 4115 Fans gewesen, mehr passen nicht ins dortige Stadion. „Es war das beste Spiel meiner Mannschaft insgesamt, wenn man die Leistung und das Ergebnis in Betracht zieht“, freute sich Jocher.

Am Sonntag legten die Riesserseer nach und siegten mit 2:1 in Lindau. Damit war das zweite Sechs-Punkte-Wochenende der Saison perfekt. Auch das Spiel gegen die Islanders war eine Premiere, denn bisher hatte es in zwei Duellen auch hier zwei Niederlagen gegeben. Die Weiß-Blauen schnuppern an die Pre-Playoff-Ränge heran. TF

Bad Tölz: Kleine Durststrecke für die Löwen: Nach glückloser Niederlage in Deggendorf ging auch das prestigeträchtige Derby beim Oberlandrivalen SC Riessersee verloren. Immerhin holten sie zwei Tage später ein 5:3 gegen den Zwölften Höchstadt. Wenn auch mit Mühe. „Wir hatten seit Dezember so viele Spiele, das geht an die Substanz, dafür haben wir unwahrscheinlich viele Punkte geholt“, sagt Trainer Axel Kammerer.

Das Derby ging in erster Linie aufgrund eines verkorksten zweiten Drittels verloren. Da half es auch nichts, dass Königstransfer Andreé Hult nach zehn Wochen Verletzungspause sein Comeback gab, auch wenn er einen Treffer erzielte. Zudem kehrte er in eine bestens eingespielte Paradereihe zurück, in der krankheitsbedingt Topscorer Topi Piipponen fehlte. Das machte sich auch gegen Höchstadt bemerkbar. „Wir haben zwar bis zum 2:1 hervorragend gespielt“, meint Kammerer. „Aber danach zu kompliziert.“ Erst „ein Scheißhäusltor“ von Toms Prokopovics brachte die Löwen in die Spur zurück. NIC

Peiting: Die direkte Konkurrenz lässt Federn. Der EC Peiting sammelt dagegen weiter fleißig Punkte – und das auch noch gegen die Teams, die sich wie die Pfaffenwinkler Hoffnung auf die Playoffs machen. Bei den Stuttgart Rebels feierte die Truppe von Coach Lanny Gare mit 4:2 bereits den dritten Sieg in Folge, mit dem sie Platz acht festigte und gleichzeitig den Rückstand auf den Sechsten auf vier Punkte verkürzte. „Unser Plan war, die Stuttgarter Konter zu verteidigen, das hat ganz gut geklappt, und wenn nicht, hat uns Andy Magg im Tor oft gerettet“, lobte Gare.

Davor drehten die Peitinger im Derby gegen den EV Füssen nach verhaltenem ersten Durchgang und 0:1-Rückstand richtig auf. Mit vier Toren im Mittelabschnitt zogen sie am Altmeister vorbei, mit gleicher Torausbeute im Schlussdurchgang machte der ECP einen Kantersieg gegen das Schlusslicht perfekt. „Es war aber kein 8:2 Sieg“, fiel das Resultat für Gare etwas zu hoch aus. RH

Erding: Und schon ist er wieder vorbei, der Höhenflug der Gladiators. Nach vier Siegen in Folge durfte das Team von Trainer Thomas Daffner an den Pre-Playoffplätzen schnuppern. Doch nach drei Niederlagen in Serie ist Erding jetzt wieder Vorletzter. Vor allem die Heimschlappen gegen Lindau (2:5) und Stuttgart (1:6) taten weh, während die 2:4-Niederlage beim Tabellenzweiten Memmingen einkalkuliert war. „Ich bin natürlich brutalst enttäuscht, so wie wir aufgetreten sind“, sagte Daffner nach dem blutleeren Auftritt gegen Stuttgart. „Wir hätten den Anschluss bis auf zwei Punkte an Stuttgart schaffen können, aber die Art und Weise, wie wir gespielt haben, war natürlich nicht gut.“ Und er fügte an: „Ich sag‘ mal ,nicht gut‘, aber ich denke mir natürlich was anderes.“

In Memmingen spielten die Gladiators deutlich besser, aber letztlich war der Favorit zu clever. „Ich bin sehr zufrieden, wie wir gespielt haben, auch wenn wir ohne Punkte heimfahren“, stellte ein versöhnter Daffner fest. WK

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