„Die Österreicher spielen absoluten Anti-Handball“

von Redaktion

DHB-Torhüter Wolff heizt den EM-Auftakt an und warnt vor der „Hässlichkeit“ des ÖHB-Spiels

Topmotiviert: Andreas Wolff. © Koch/Imago

Hannover – Nationaltorhüter Andreas Wolff erwartet zum EM-Auftakt gegen Österreich alles andere als einen Handball-Leckerbissen. „Die Österreicher spielen natürlich absoluten Anti-Handball. Das möchte auch eigentlich keiner sehen. Das ist sehr unattraktiv. Auch für uns Spieler. Es ist mehr eine Geduldsfrage als wirklich eine Qualität des Handballspielens“, sagte der 34-Jährige vor dem ersten Vorrundenspiel des DHB-Teams am Donnerstag (20.30 Uhr/ARD/Dyn) im dänischen Herning.

Mit ihrem Sieben-gegen-Sechs hatte die ÖHB-Auswahl Deutschland schon oft Probleme bereitet. Zwei der letzten drei Duelle endeten unentschieden. Beim Sieben-gegen-Sechs ersetzt ein Team seinen Torwart durch einen siebten Feldspieler, um eine Überzahlsituation zu schaffen. „Sie haben mit Lukas Hutecek und Mykola Bilyk zwei absolute Alphatiere, die das Angriffsspiel in all ihrer Hässlichkeit leiten und dafür sorgen werden, dass es kein Handball-Leckerbissen werden wird“, warnte Wolff.

Sieben gegen Sechs

Auf den deutschen Schlussmann und seine Abwehrleute um Kapitän Johannes Golla und Tom Kiesler kommt also viel Arbeit zu. „Du musst sehr darauf achten, dass du sehr einfache Ballgewinne erzielst, um das Sieben-gegen-Sechs zu bestrafen“, appellierte Wolff an seine Teamkollegen.

Das Spiel gegen den Nachbarn ist der Auftakt in eine knifflige EM-Vorrunde. Am Samstag geht es gegen Serbien, zwei Tage später fällt im Duell mit Spanien womöglich die Entscheidung über den Gruppensieg. In der Hauptrunde warten dann wahrscheinlich Olympiasieger Dänemark, Titelverteidiger Frankreich, der WM-Vierte Portugal und Norwegen.

Wolff ist neben Jannik Kohlbacher und Rune Dahmke einer von drei Akteuren, die bereits beim EM-Triumph vor zehn Jahren dabei waren. „Wir wissen, wie man ein Turnier gewinnt, aber letztendlich konnten wir die Erfahrung bislang auch nicht an die anderen weitertragen“, sagte Wolff.

Im Team herrscht nach den zwei Testsiegen gegen Kroatien Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung. „Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgeht“, sagte Marko Grgic. Die Ankunft im Teamquartier in Silkeborg wird am Dienstagnachmittag erwartet. Am frühen Abend steht noch eine Trainingseinheit auf dem Programm

Trotz der kniffligen Vorrundengruppe startet die DHB-Auswahl mit viel Selbstvertrauen. „Wir brauchen uns vor keinem zu verstecken und müssen vor niemandem Angst haben“, sagte Grgic. Man habe in der Vorbereitung gezeigt, „dass wir uns in vielen Punkten verbessert haben“. DPA, SID

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