Großer Kampf: Am Ende siegten Gabriel & Co. © IMAGO
München – Die Rechnung der Basketballer des FC Bayern war ja eine einfache. Mehr als fünf Spiele wird man in der Rückrunde nicht liegen lassen dürfen, wenn es denn noch was werden soll mit dem Schritt in die Play-Ins der Euroleague. So geshen liegt man nun wieder voll im Plan. Und holte sich noch einmal mächtig Rückenwind mit einem begeisternden 85:78 (40:43) gegen Panathinaikos Athen.
Und, man ahnt es: Es war eines der besten Spiele, das die Bayern ihrem Anhang in dieser Saison geboten haben. Andi Obst und Co. lieferten dem Champion von 2024 defensiv einen großen Kampf. Nach vorne spielte man mit Mut. Gleich in der ersten Minute setzte Regisseur Stefan Jovic ein Zeichen. Sein Pass hinter dem Rücken auf Vladimir Lucic – zum Zungeschnalzen.
Aber man hatte es halt mit einem Gegner zu tun, der so tief besetzt ist wie wenige Teams der Euroleague. Beim Ensemble des kapriziösen Türken Ergin Ataman fiel es gar nicht ins Gewicht, dass Euroleague-MVP und Punktegarant Kendrick Nunn wegen einer Knöchelverletzung nicht mittun konnte. Es übernahmen halt andere. Cedi Osman zum Beispiel, der wuselige Türke, der 20 Punkte beisteuerte.
Panathinaikos dominierten. Doch die Bayern blieben bis zuletzt in Schlagdistanz. Und mehr als das. Andi Obst, wer sonst, läutete die Schlussminute mit einem Dreier zum 82:76 und setzte gleich einen zweiten drauf. Und das ohne etatmäßigen Regisseur. Stefan Jovic und Nenad Dimitrijevic mussten mit Kopfverletzungen vom Feld. Es war der K.o.-Schlag für die sieggewohnten Gäste. Und die Bayern? Dürfen ganz plötzlich von Höherem träumen.RP