ZUM TAGE

Die Liga muss sich etwas einfallen lassen

von Redaktion

Das war sie also, die Hinrunde der Bundesliga-Saison 2025/26. Und nach 17 Spieltagen lässt sich festhalten: Es war selten so langweilig. Denn an der Spitze, da sind sich nicht erst seit dem historischen Sieg des FC Bayern in Köln alle einig, ist die Situation mehr als deutlich entschieden.

Der FC Bayern wird Deutscher Meister, und es geht nur noch um die Frage, ob es schon im März oder erst im April rechnerisch offiziell wird. Das ist für die Münchner erst mal Grund zur Freude, schließlich betonten in den letzten Jahren alle Verantwortlichen gebetsmühlenartig, dass die Meisterschaft der wichtigste Titel sei. Langfristig gibt diese Entwicklung aber Grund zur Sorge – und zwar nicht nur der chancenlosen Konkurrenz, sondern auch dem Rekordmeister selbst.

Im Ausland lockt die Liga wenige

Denn eine Bundesliga, die quasi schon nach ein paar Spieltagen entschieden ist, sorgt für wenig Spannung und Zuschauerinteresse. Zwar wird die Liga aufgrund ihrer zahlreichen Traditionsclubs und der besonderen deutschen Fankultur nie Angst vor leeren Stadien haben müssen, die Einschaltquoten im Ausland dürften sich aber mit jedem Jahr reduzieren, in denen die Teams aus Leipzig, Dortmund und Leverkusen nicht annähernd mithalten können. Das führt zu weniger TV-Geld, weniger Budget für alle Vereine und damit auch immer weniger spannenden Spielern, die in die Bundesliga wechseln.

Für die Rückrunde bleibt nur zu hoffen, dass in anderen Bereichen der Tabelle mehr Spannung entsteht. Der Kampf um die Champions-League-Plätze ist eröffnet, vor allem der Abstiegskampf verspricht aber dramatische Wochen und Monate. Schließlich stehen mit Heidenheim, St. Pauli und Mainz drei Clubs punktgleich auf den letzten Tabellenrängen, doch auch große Vereine wie Hamburg, Bremen und Köln müssen um den Klassenerhalt zittern. Ob das die Zuschauer der relevanten Märkte in Asien vor die Fernseher lockt, darf jedoch bezweifelt werden. Langfristig muss sich die Bundesliga etwas einfallen lassen, um auch an der Tabellenspitze für Spannung zu sorgen. Sonst werden nur immer lautere Rufe nach Investoren für weitere Clubs folgen.

Artikel 1 von 11