Köln – Serge Gnabry ist ein Phänomen. Immer wieder hat der Offensiv-Star des FC Bayern Phasen, in denen er leistungsmäßig abfällt oder mit Verletzungen zu kämpfen hat. Doch kommt es drauf an, trumpft der 30-Jährige so richtig auf. In dieser Bundesliga-Saison erzielte Gnabry bei 13 Einsätzen schon fünf Tore, beim 3:1 gegen Köln traf er in sehenswerter Manier per Aufsetzer aus spitzem Winkel.
„Früher hätte ich gesagt, das war irgendwie gehoppelt. Bei den Spielern heutzutage sage ich, die wollen das“, sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem Auswärtssieg. „Wenn ich Serge und unsere Jungs im Training sehe, dann machen die Dinge mit den Bällen – das war für uns, als ich gespielt habe, unvorstellbar. Wahrscheinlich ist der Ball heute auch besser als damals. Aber das war schon gewollt von Serge. Sie nehmen den Ball hoch, um ihn zu pressen und der Ball nimmt eine unorthodoxe Flugkurve.“
Auch Torwart Manuel Neuer zeigte sich vom spektakulären Schuss beeindruckt. „Das war ein Quetscher!“, sagte der Kapitän über den Schuss, bei dem Gnabry den Ball auf den Boden drückte, sodass er von dort unberechenbar abprallte.
Im Sommer läuft Gnabrys Vertrag beim FC Bayern aus. Der deutsche Rekordmeister bastelt aktuell am letzten Schliff der Verlängerung mit dem Offensivspieler, es ist nur eine Frage der Zeit. Leistungen wie gegen Köln empfehlen ihn jedenfalls für ein neues Arbeitspapier. VT, PK, HLR