Viel besser hätte es nach der Einwechslung nicht laufen können. Lennart Karl kam gegen den 1. FC Köln in der 67. Minute als Joker rein, eine Viertelstunde später entschied er die Partie mit seinem Treffer zum 3:1. Und auch wenn Karl in dieser Saison schon weitaus spektakulärer traf als bei diesem Schlenzer, zeigte sich Lothar Matthäus einmal mehr begeistert vom Münchner Talent. „Er kommt rein, ist sofort da, macht so ein Tor“, schwärmte der Rekord-Nationalspieler bei Sky. Karl sei „im Dribbling sehr stark, er ist im Abschluss sehr stark. Er sieht aber auch seine Mitspieler. Deswegen ist er einer, den man mitnehmen muss“, erklärte Matthäus mit Blick auf eine mögliche WM-Nominierung des 17-Jährigen.
Bislang wartet Karl noch auf einen Anruf von Julian Nagelsmann – das könnte sich aber bereits mit der nächsten Abstellperiode Ende März ändern. Dort trifft die Nationalmannschaft in zwei Testspielen auf die Schweiz (27. März) und Ghana (30. März). Anschließend folgen noch zwei Tests gegen Finnland (31. Mai) und die USA (6. Juni) vor dem WM-Start. Ein schussgewaltiger Flügelspieler, der auch auf der Zehn agieren kann, könnte der DFB-Elf bei ihrer Titel-Mission in Nordamerika durchaus weiterhelfen. Das sieht auch Matthäus so: „Er kann einem Spiel in kürzester Zeit seinen Stempel aufdrücken, bringt Dinge mit, die andere nicht mitbringen. Deswegen ist Lennart Karl für mich ein Spieler, der wegen seiner besonderen Fähigkeiten mit zur Weltmeisterschaft muss.“VT, PK, HLR