Orlando rockt Berlin

von Redaktion

Da Silva & Co. schlagen Memphis im ersten Deutschland-Spiel der NBA

Famoses Publikum: die Ex-Kicker Müller und Hummels sowie das deutsche Model Cavanis (v.li.). © Andersen/AFP

Die Magic-Stars Paolo Banchero und Tristan da Silva (r.) bei einem Basketball-Camp für junge Mädchen. © Instagram

Ein deutscher Superstar in Aktion: Der Münchner Tristan da Silva beim Korberfolg. © Andersen/AFP

Berlin – Am Ende wurden es doch noch Franz-Wagner-Festspiele, die knapp 14 000 Fans in Berlin feierten ihren Lokalhelden mit „MVP, MVP“-Rufen. Bei ihrem heiß erwarteten Heimspiel-Highlight haben Franz und Moritz Wagner trotz einiger Anlaufprobleme mit Orlando Magic den erhofften Sieg eingefahren. Angeführt von den Weltmeistern gewann das Team aus Florida das erste reguläre NBA-Spiel auf deutschem Boden gegen die Memphis Grizzlies am Donnerstag mit 118:111 (58:67).

Franz Wagner kam bei seinem Comeback in der ausverkauften Berliner Uber Arena auf 18 Punkte, sein Bruder Moritz legte im zweiten Spiel nach seinem Kreuzbandriss sieben Zähler auf und Tristan da Silva, der dritte Deutsche im Magic-Trikot, erzielte acht Punkte. Bester Werfer Orlandos war beim zweiten Sieg in Serie nach wochenlangem Auf und Ab jedoch Starspieler Paolo Banchero (26).

Ähnlich wie bei Auftritten der National Football League in Deutschland sollte die ganze Stadt auch schon an den Tagen vor dem Highlight vom Basketball-Fieber erfasst werden. Im „Magic Kiez“ posierten die Legenden Jason Williams oder Dwight Howard für Fotos. Howard, einst einer der besten Center der Liga, probierte mit Rapper Luciano (trat in der Halbzeit-Show auf) den Berliner Döner und freute sich über Schnee.

Bei einem Fantreffen mit Moritz und Franz Wagner war die Schlange hunderte Meter lang. 450 000 Ticketanfragen gab es für das Spiel, innerhalb von zwei Stunden war alles ausverkauft. Alleine 200 Tickets hatten die Wagner-Brüder für Freunde und Familie organisiert. „‚Das ist eine einmalige Gelegenheit, da müssen wir es allen recht machen“, so Moritz.

Von Berlin geht es direkt weiter nach London, dort wartet am Sonntag das nächste Spiel gegen die Grizzlies. 2027 steigen die internationalen Spiele in Manchester und Paris, 2028 in Berlin und Paris. Wenn es nach einem Teilnehmer der Reise geht, wird es danach Zeit für einen neuen Standort. München.

„Das wäre nochmal ein anderes Level an Begeisterung und Vorfreude. Ein Wow-Effekt. Mit den ganzen Leuten, mit denen ich aufgewachsen bin“, sagt Tristan da Silva: „Ein Trainer aus der Alba-Jugend war, der mit Franz und Mo damals viel gearbeitet hat. Wenn ich mir überlege, dass wir in München wären und ein Trainer von mir kommt, das sehr verrückt.“ Und bei den großen Plänen der NBA scheint Tristans Traum nicht unwahrscheinlich.

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