Lennart Karl will nach Köln auch RB Leipzig ärgern. © Hölter/Imago
So war‘s im Hinspiel: Harry Kane ließ Leipzigs Tormann Peter Gulacsi keine Chance. © Ruiz/Imago
München – Der Nächste, bitte. Mit dem 3:1 in Köln vollendete der FC Bayern die beste Hinserie der Bundesliga-Geschichte. 47 Punkte, 66 Tore, nur 13 Gegentreffer, keine einzige Niederlage. Am Samstag (18.30 Uhr, Sky) versucht RB Leipzig sein Glück gegen die Münchner Über-Mannschaft. Erneut, nachdem die Sachsen beim Hinspiel in der Allianz Arena mit 0:6 untergegangen waren.
„Leipzig hat eine junge Mannschaft, da kann es passieren, dass im ersten Spiel nicht alles perfekt läuft. Sie waren danach lange an uns dran und haben viele Spiele gewonnen“, warnte Trainer Vincent Kompany vor dem kommenden Gegner mit Coach Ole Werner. „Viele Spieler von ihnen haben sich sehr gut entwickelt. Ihr Trainer ist jetzt auch länger da. Das ist eine offensivstarke Mannschaft, das kann ein tolles Spiel werden. Es wird intensiv werden, beide Teams können Tore machen. Das wird sehr interessant werden.“
Schon jetzt haben die Bayern elf Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Dortmund. Auf Leipzig sind es sogar 15 Zähler, RB hat allerdings ein Spiel weniger.
Stellt sich die Frage: Wenn Leipzig den Bayern nicht die erste Bundesliga-Niederlage der Saison zufügen kann – wer sollte die Münchner dann auf dem Weg zum Meistertitel überhaupt noch stoppen?
„Wenn die Bayern so unterwegs sind, kann der Gegner Purzelbäume schlagen, dann hat keiner eine Chance. In der Bundesliga sind die Münchner in einer eigenen Sphäre unterwegs“, schwärmt sogar Chef-Kritiker Didi Hamann in seiner aktuellen Sky-Kolumne. „Viel besser als das, was die Mannschaft von Vincent Kompany bisher gezeigt hat, geht es nicht. Der Verein ruht momentan in sich selbst. Das ist zum großen Teil der Dominanz sowie dem Erfolg in der Liga und zum großen Teil der Souveränität des Trainers geschuldet.“
Leipzigs Kapitän David Raum sieht die Sache so: „Zu Saisonbeginn haben sie uns regelrecht überrollt, aber jetzt wird es ein komplett anderes Spiel“, sagte der 27-Jährige. Er erwarte „ein schweres Spiel. Meiner Meinung nach sind die Bayern eine der besten, vielleicht sogar die beste Mannschaft der Welt im Moment.“ Auch wenn Leipzig auf eine Überraschung hofft, steht für Raum fest: „Bayern wird Meister.“
Für die Leipziger sei indes die Qualifikation für die Champions League das klare Saisonziel. „Wir haben ein Spiel weniger als die anderen. Wenn wir das gewinnen, stehen wir sehr gut da. Alles darüber hinaus wäre Träumerei. Realistischer ist der Pokal“, erklärte der Nationalspieler. Allerdings steht im Viertelfinale im Februar das Auswärtsspiel in München an. Und gerade die Bayern haben großen Hunger entwickelt auf den Triumph im DFB-Pokal, den sie zuletzt 2020 genossen.PHILIPP KESSLER