Sapporo – Karl Geiger jubelte kurz, dann winkte er in die Kamera und strahlte: Trotz der wohl endgültig verpassten Olympia-Teilnahme hatte das Sorgenkind des deutschen Skispringens endlich wieder gute Laune. Das einzige Problem: Platz 14 im japanischen Sapporo beim erneuten Sieg von Domen Prevc kam für den Oberstdorfer zu spät.
„Auch wenn die Olympianorm am Ende knapp verpasst wurde, fühlt sich dieses Resultat wichtig an. Es zeigt mir, dass die Arbeit der letzten Wochen nicht umsonst war und dass ich auf dem richtigen Weg bin“, schrieb Geiger bei Instagram nach seinem besten Saisonergebnis. Dem 32-Jährigen bleibt für die Spiele maximal die Rolle als Ersatzmann, die aber bislang nicht vorgesehen ist. Tags zuvor wurde Geiger 27., er habe sich damit „selbst eine Chance genommen. Das tut weh, gerade in einer Phase, in der es um so viel geht“, so Geiger.
Bester Deutscher war an beiden Tagen der zuletzt erkrankte Philipp Raimund mit den Rängen 15 und neun. Der Tournee-Sechste Felix Hoffmann hatte ebenso wie Andreas Wellinger und Pius Paschke auf die Reise nach Japan verzichtet. Alle vier haben die Olympia-Norm erfüllt.
Weiter geht es schon am Donnerstag, wenn in Oberstdorf die Qualifikation für die Skiflug-WM ansteht. Er werde in seiner Heimat „alles, was ich aus Japan mitgenommen habe, in die Wettkämpfe einbringen“, sagte Geiger.SID