Rydzek: Mit Tränen in den Armen der Brüder

von Redaktion

Oberhof – Als Coletta Rydzek in den Armen ihrer Brüder Johannes und Simon lag, waren die Tränen in ihren Augen nicht zu übersehen. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, sagte die Skilangläuferin nach ihrem Sprint auf Rang zwei beim Heimspiel in Oberhof, der Hoffnungen für Olympia weckte. Die vielen Fans am Grenzadler sahen das ähnlich.

„Wahnsinn! Das Publikum heute war der Hammer, so etwas habe ich noch nie erlebt“, sagte Rydzek, die sich auch von Stürzen nicht aus der Ruhe hatte bringen lassen. Im Viertelfinale landete sie im Schnee, stand auf und lief noch nach vorne. Im Finale musste sie dann die Italienern Iris de Martin Pinter umkurven – alles kein Problem.

Im Ziel wartete als Belohnung eine Überraschung: Sowohl Kombinierer Johannes Rydzek, der kurz zuvor auf derselben Strecke Fünfter geworden war, als auch Simon, einst ebenfalls Kombinierer, nahmen Coletta in Empfang. Die Dreier-Umarmung dauerte lange.

Und jetzt? Weil Rydzek schon Ende Dezember in Toblach auf Rang zwei gesprintet war, wachsen die Hoffnungen für die Winterspiele. „Die Form stimmt, bei Olympia kann alles passieren“, sagte die 28-Jährige. Weil auch Laura Gimmler in Oberhof als Vierte voll überzeugte, wird aber vor allem der olympische Teamsprint interessant. Vor vier Jahren hatten Katharina Hennig und Victoria Carl in dieser Disziplin überraschend Gold geholt.SID

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