Enttäuschung nach dem Augsburger Treppenwitz

von Redaktion

FCA gibt schon wieder einen Heimspiel-Vorsprung aus der Hand – und muss nun zu den Bayern

Die Bayern im Visier: Elvis Rexhbecaj. © dpa/Harry Langer

Augsburg – Kristian Jakic, defensiver Mittelfeldspieler des FC Augsburg, schrieb am Sonntag Bundesliga-Geschichte. Er bekommt einen Eintrag im Kapitel mit den kuriosesten Verletzungen. Als er zur zweiten Hälfte die Treppe von der Kabine zum Spielfeld beschritt, versagte die linke Wade. Einfach so, ein Treppenwitz. „Der Muskel ging zu“, so FCA-Sportdirektor Benni Weber. „Ohne dass er ausgerutscht oder umgeknickt wäre. Es fehlten zehn Stufen“, sagte Trainer Manuel Baum. Die Augsburger analysierten die Szene im Video.

Für Jakic wurde auf die Schnelle Elvis Rexhbecaj eingewechselt, der nach eigener Aussage „eiskalt“ ins Spiel kam. Das hielt ihn und die Augsburger nicht davon ab, in den fünf Minuten danach zwei Tore (1:0 Claude-Maurice, 2:0 Rexhbecaj per Kopf) zu machen. doch wie schon drei Tage zuvor gegen Union Berlin (1:1 kassiert mit einem Mann mehr) war der Vorsprung nicht tragfähig. Freiburg glich zügig auf 2:2 aus. „Enttäuschend“, meinte Einspringer Rexhbecaj, „wir haben zwei Punkte – sechs hätten es sein können.“ Manuel Baum erkannte „eine kleine Leistungssteigerung – aber wir brauchen mehr, um drei Punkte zu ziehen“.

Beim nächsten Mal dann? Nun, am Samstag (15.30 Uhr) geht es zu den Bayern. „Ich weiß, wie es sich anfühlt, in München zu gewinnen“, sagt Benni Weber. Als Mitglied im Mitarbeiterstab von Thomas Tuchel hat er Siege bei den Bayern mit Mainz und Dortmund erlebt – aber sein ironisches Lächeln verrät: So wie die Verhältnisse momentan sind, geht er nicht davon aus, eine Sensation zu landen. Offiziell ist man natürlich kämpferisch. Elvis Rexhbecaj fordert „Mut, Aggressivität und Leidensfähigkeit in den Phasen, wo sie uns erdrücken werden. Wir wollen was mitnehmen.“GÜNTER KLEIN

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