Das Rekord-Team D will in die Top-3

von Redaktion

183 Athleten sind für Olympia nominiert – prominente Namen wie Karl Geiger fehlen erwartungsgemäß

München – Die überdimensionale Fotowand mit dem traumhaften Alpenpanorama und der Aufschrift „Milano Cortina 2026“ war das beliebteste Motiv der deutschen Olympiafahrer bei der Einkleidung – nun kann die Reise nach Italien tatsächlich beginnen. 183 Athletinnen und Athleten, so viele wie noch nie bei Winterspielen, nominierte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Dienstag für die Reise über den Brenner nach Norditalien. Zurückkehren sollen sie Ende Februar möglichst mit Übergepäck aus Edelmetall. Die Hoffnungen auf ähnliche Erfolge wie vor vier Jahren bei den von Corona geprägten und gedämpften Spielen in China – 12 mal Gold, 27 Medaillen insgesamt, Rang zwei im Medaillenspiegel – sind jedenfalls groß. „Wir haben ein Medaillenpotenzial, das ähnlich zu Peking ist“, sagte Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport beim DOSB und Chef de Mission, bei der Nominierungspressekonferenz in München.

17 Tage vor der Eröffnungsfeier am 6. Februar im Mailänder San-Siro-Stadion sowie an drei der weit entfernten Bergstandorte war die Vorfreude zu greifen. Die Form der 85 nominierten Sportlerinnen und 98 Sportler im größten „Team D“ bei Winterspielen – der bisherige Rekord (161 Nominierte) datiert von 2006 in Turin – ist allerdings höchst unterschiedlich. Während im Eiskanal von Johannes Lochner, Francesco Friedrich, Felix Loch und weiteren Weltklasseathleten die Goldspur gelegt werden dürfte, sind Top-Ergebnisse bei den Publikumslieblingen aus dem Skispringen und Biathlon im bisherigen Olympia-Winter Mangelware.

Tabor hofft auch auf die eine oder andere Überraschung. Er verwies auf das grandiose Comeback von Top-Snowboarderin Ramona Hofmeister, die sich nach monatelanger Verletzungspause zuletzt mit gleich zwei Weltcup-Siegen im Parallel-Riesenslalom zurückgemeldet hat.

Bei den alpinen Skirennfahrern wurde zunächst nur ein Pool nominiert, die genauen Namen folgen erst noch. Hintergrund ist die geringe Anzahl an Quotenplätzen, die sich womöglich aber noch leicht ändert. „Ich bin nicht glücklich über diese Situation. Ich glaube, das ist auch für die betroffenen Athletinnen und Athleten unglücklich, weil sie warten müssen“, so Tabor.

Wie erwartet nicht dabei ist unter anderem Skisprung-Star Karl Geiger, der die nationale Norm nicht erfüllt hat. Für die Rodel-Weltmeister im Doppelsitzer Paul Gubitz und Hannes Orlamünder gab es keinen Startplatz mehr.DPA/SID

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