Das Interims-Tandem: Dennis Schmitt (l.) und Alex Meier. © dpa/Marc Schüler
Frankfurt – „Fußballgott“ Alexander Meier und Dennis Schmitt gingen entspannt an die Sache heran. Mit Scherzen und Einzelgesprächen starteten die Interimstrainer von Eintracht Frankfurt in das Abschlusstraining im sonnigen hessischen Winterwetter. Als der Tross danach in Richtung Aserbaidschan abhob, waren zwei Wünsche im Gepäck: Am Mittwoch bei Qarabag Agdam (18.45 Uhr/DAZN) die Königsklassen-Chancen wahren, danach zügig den Nachfolger für den entlassenen Coach Dino Toppmöller finden.
Auch wenn sich Sportvorstand Markus Krösche bisher keinen Namen entlocken ließ, soll dem Vernehmen nach Marco Rose – und nicht Xabi Alonso – den strauchelnden Bundesligisten übernehmen. Es wird verhandelt, allerdings steht der im März 2025 in Leipzig entlassene 49-Jährige noch bei RB unter Vertrag. Die Frankfurter müssten wohl eine Ablösesumme bezahlen. Dennoch soll Rose vor dem kommenden Ligaspiel am Samstag gegen die TSG Hoffenheim oder wenigstens kurz danach präsentiert werden.
Zuvor gilt es allerdings, den letzten Strohhalm in der Champions League zu ergreifen. Unter Toppmöller lief in der Königsklasse noch weniger zusammen als in der Bundesliga. Mit lediglich vier Punkten aus den bisherigen sechs Partien rangiert die Eintracht auf dem 30. Rang, nur sechs Mannschaften sind noch schlechter. U21-Trainer Schmitt soll gemeinsam mit Clubikone und U19-Coach Meier die Wende bringen.
„Wir müssen versuchen, eine gewisse Stabilität zu bekommen“, sagte Krösche: „Dennis hat gerade seinen Fußballlehrer abgeschlossen. Wir glauben, dass wir mit ihm gewisse Themen angehen und gewissen Impuls setzen können. Er ist ein sehr talentierter Trainer.“
Sechs Plätze müssten die Frankfurter in den ausstehenden beiden Partien gut machen, um es noch in die Playoffs zu schaffen. Nach dem Spiel beim Tabellen-22. in Aserbaidschan empfangen die Hessen zum Abschluss der Ligaphase in der kommenden Woche Tottenham Hotspur. Und obwohl die Chance auf das Weiterkommen gering erscheint, gibt sich Krösche kämpferisch.
„Die Stimmung kippt immer dann ins Positive, wenn du erfolgreich bist“, sagte der Sportchef. Die Entlassung Toppmöllers zum jetzigen Zeitpunkt begründete Krösche auch mit dem Blick auf die Champions League. „Wir haben noch die Möglichkeit, in die K.o.-Phase zu kommen. Zudem haben wir fast noch die komplette Rückrunde in der Bundesliga vor uns, um unser Ziel – das internationale Geschäft – weiter zu verfolgen. Wir wollen schon jemanden verpflichten, der offensiven und mutigen Fußball spielen lässt.“SID