IM BLICKPUNKT

Osaka sorgt für Hingucker

von Redaktion

Erst ein spektakulärer Auftritt – dann erfolgreiches Tennis: Naomi Osaka hat bei ihrem Erstrundensieg in Melbourne für viel Aufsehen gesorgt. Die viermalige Grand-Slam-Siegerin und einstige Weltranglistenerste betrat mit weißem Schirm, Hut und Schleier die Rod Laver Arena. Ihr enges Match gegen die Kroatin Antonia Ruzic gewann die 28 Jahre alte Japanerin 6:3, 3:6, 6:4. Osaka verriet der Vogue, dass sie die Idee für ihr Outfit bekam, als sie ihrer zweijährigen Tochter Shai eine Geschichte vorlas. „Da war ein Bild von einer Qualle, und als ich es ihr zeigte, war sie ganz begeistert“, sagte Osaka dem Magazin. Stardesigner Robert Wun war dann an der Umsetzung beteiligt.

„Ich bin sprachlos. Das ist wirklich gewagt“, sagte der dreimalige Australian-Open-Sieger Mats Wilander am Eurosport-Mikrofon, als Osaka in die Arena schritt: „Aber hey, warum nicht?“ Osaka setzte nicht zum ersten Mal ein Fashion-Statement. Unter anderem bei den US Open fiel sie einst mit großer Schleife auf dem Rücken auf. Sportlich ist sie nach schwierigeren Jahren wieder im Aufwind und steht auf Weltranglistenplatz 17.

Auch ihr türkisfarbenes Spieldress war ein Hingucker – wenn auch längst nicht so spektakulär wie das Einlauf-Outfit. „Das sind natürlich Bilder für die Medien. Als sie da auf den Platz gekommen ist, das ist schon ikonisch“, sagte Tennis-Legende Boris Becker bei Eurosport: „Das hat sich noch keine Spielerin getraut. Sie hat sich schon vieles getraut.“ Der sechsmalige Grand-Slam-Gewinner gab aber auch zu bedenken: „Das ist der Widerspruch: Sie will auf der einen Seite nicht so viel Druck haben, nicht so viel in der Öffentlichkeit und in Medien sein – und kommt dann mit so einem Outfit auf den Platz.“ Dadurch stehe sie „natürlich wieder im Fokus der Öffentlichkeit“, so Becker: „Sie hat vor ein paar Jahren auch mal eine mentale Pause gebraucht.“KEEP/AFP

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