Das Münchner Eigengewächs ist auf der Doppelsechs gesetzt. © Taeger/Imago
München – Der Laufweg hatte sich gelohnt: Vor seinem Treffer zum 4:1 gegen RB Leipzig (Endstand 5:1) sprintete Aleksandar Pavlovic über den gesamten Platz, um rechtzeitig im Fünfmeterraum anzukommen und die Flanke von Michael Olise zu verwerten.
Doch nicht nur die starke Partie in Leipzig zeigt: Pavlovic ist aktuell in Topform. Während er zu Beginn der Saison und auch im späten Verlauf der Hinrunde immer wieder nur als Joker eingesetzt wurde und zwischenzeitlich hinter Joshua Kimmich und Leon Goretzka die Nummer drei auf der Doppelsechs war, hat sich das Münchner Eingewächs festgespielt und zweimal in Folge die vollen 90 Minuten absolviert.
Gegen Union Saint-Gilloise könnte Pavlovic nun sogar als alleiniger Mittelfeldchef auflaufen – denn sein Partner Joshua Kimmich muss möglicherweise als Rechtsverteidiger aushelfen, wo Konrad Laimer, Josip Stanisic und Sacha Boey ausfallen.
Doch was zeichnet Pavlovic aus, der im Vergleich zum lautstarken Leitwolf Kimmich eher ruhig auftritt? „Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und meine Leistung zu bringen“, sagte der Sechser auf der Pressekonferenz am Dienstag. „Ich spiele einfachen Fußball. Ich kann das Spiel gestalten. Es macht gerade einfach unheimlich Spaß mit der Mannschaft.“
Dabei hilft ihm vor allem, dass er aktuell verletzungsfrei ist und endlich in einen Rhythmus kam: „Ich bin froh, dass ich über längere Zeit fit und gesund bin. Ich konnte auch nichts für die Verletzungen, es waren ja oft Brüche. Jetzt wird nach vorne geschaut.“ V. TSCHIRPKE, M. BONKE