Simon Jocher im Training. © HAIST/Imago
Kitzbühel – Das waren noch Zeiten für die deutschen Abfahrer: Thomas Dreßen triumphiert 2018 auf der legendären Streif, Josef Ferstl legt ein Jahr später in Kitzbühel im Super-G nach. Acht Jahre später steht nun wieder in Tirol das wichtigste Weltcup-Wochenende an. Zu den Favoriten zählen die Deutschen aber längst nicht mehr.
„Einen Platz unter den Top 15 möchte ich auf alle Fälle sehen“, sagt Chefcoach Christian Schwaiger vor dem Super-G am Freitag und der Abfahrt am Samstag (jeweils 11.30 Uhr/ARD und Eurosport). „Und wenn ein Platz in den Top Ten herausspringt, dann bin ich happy. Das muss unser Ziel sein.“ Es sind bescheidene Worte – die aber freilich nicht verwundern: In den vergangenen 38 Speed-Events sprangen nur zwei Top-Ten-Resultate heraus für die DSV-Athleten.
Diesmal werden sich nur drei deutsche Männer die Hahnenkammabfahrt hinunterstürzen. Zum Vergleich: Österreicher, Schweizer und Franzosen haben jeweils fast ein Dutzend Sportler gemeldet. Die DSV-Hoffnungen ruhen auf Simon Jocher und Romed Baumann.
Luis Vogt, der dritte deutsche Kitzbühel-Starter, muss nicht nur gegen Rivalen und Pisten kämpfen, sondern auch gegen das Equipment. Er hat Schuhgröße 50, Rennstiefel aber gibt es nur bis Größe 48. Für Sonderanfertigungen ist Vogt noch nicht schnell und prominent genug, und so muss sich der 23-Jährige weiter quälen.DPA