Gestern auf der Bank: Musiala. © IMAGO
Gerade mal 72 Stunden mehr als beim Comeback in Leipzig hatte Jamal Musiala in den Beinen und im Kopf, als die Partie gegen Union Saint-Gilloise am Mittwochabend angepfiffen wurde. Daher war es Trainer Vincent Kompany auch schon vorab ein Anliegen, die Erwartungen an den prominenten Rückkehrer (noch) nicht allzu hoch werden zu lassen. „Wir sind gerade mal drei Tage weiter“, sagte der Coach mit Blick auf das Spiel, in dem Musiala zum zweiten Mal im Kader stand.
Das Heim-Bank-Comeback soll der nächste Meilenstein sein, um wieder zum Stammspieler zu werden. Und die Frage, ob Musiala Chaos in die Hackordnung der so grandios funktionierenden Offensive bringe, konterte Kompany energisch.
Das Spiel seiner Bayern, sagte der Coach, „darf sich verändern, wenn Jamal zurückkommt, ich habe null Probleme damit“. Für die Reihe hinter Harry Kane – die durch Michael Olise, Luis Diaz, Serge Gnabry und Lennart Karl ohnehin überragend besetzt ist – gilt: „Alle haben andere Profile, und das mag ich auch.“
Was viel wichtiger ist: „dass alle kompatibel sind.“ Es wird also rotiert werden, so wie jetzt auch. Und Kompany hat für jede Konstellation genau eine Regel: „Sie müssen in der Box schießen.“ Auf dem Weg zum Strafraum ist alles erlaubt, auch Hacke und Spitze, aber der letzte Move muss sitzen. Musiala wartet drauf.HLR, PK, VT