Mammutaufgabe in München

von Redaktion

Mut, Aggressivität und Leidensfähigkeit: Augsburg redet sich stark

Bereit für 90 Minuten Vollgas: Elvis Rexhbecaj und Augsburg kamen im August immerhin zu einem 2:3. Ob das am Samstag in München noch besser geht? © Hafner/IMAGO

Augsburg – An Selbstvertrauen mangelt es beim FC Augsburg auch vor dem XXL-Duell beim schier unschlagbaren FC Bayern nicht. „Wir wollen etwas mitnehmen. Wir müssen selbstbewusst sein“, sagte Elvis Rexhbecaj vor der kurzen Dienstreise nach München am Samstag (15.30 Uhr/Sky). Der Mittelfeldspieler, zuletzt beim 2:2 gegen den SC Freiburg nach einer kuriosen Einwechslung sogar Torschütze, weiß aber selbst, dass die Fakten eigentlich nicht viel Zuversicht erlauben. Die Bayern haben in dieser Saison von 18 Bundesligaspielen 16 gewonnen, zweimal unentschieden gespielt und insgesamt eine Tordifferenz von +57 herausgeschossen. Außerdem sind sie seit 27 Bundesligaspielen ungeschlagen.

„Bayern ist gerade das Maß aller Dinge, international und in Deutschland sowieso. Es wird kein einfaches Spiel, auch wenn wir es im Hinspiel gut gemacht haben. In München ist es aber ein komplett anderes Spiel“, sagte Rexhbecaj, der gegen Freiburg eingewechselt wurde, nachdem sich Kristijan Jakic auf der Treppe im Spielertunnel an der linken Wade verletzt hatte.

Der kroatische Nationalspieler hatte in der Hinrunde beim Stand von 0:3 mit seinem Treffer eine kleine Aufholjagd eingeläutet. Die Bayern, die sichtlich vom Gas gegangen waren, gewannen aber trotzdem mit 3:2 bei den damals noch von Sandro Wagner betreuten Augsburgern. „Bayern spielt sehr mutig im Eins gegen Eins, die erdrücken fast jeden Gegner“, analysierte Rexhbecaj. „Da brauchen wir Mut, Aggressivität und Leidensfähigkeit.“

Vor allem Letzteres dürfte sinnvoll sein, wenn die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany ihre Rivalen unter Dauerdruck setzt. „Wir wollen sie so gut wie möglich stören bei dem, was sie vorhaben“, erläuterte Sportdirektor Benni Weber die Marschroute der Augsburger. „Wir versuchen, sie so weit es geht zu nerven, dass sie keinen Spaß haben gegen uns zu spielen. Das würde schon helfen.“

Wie weit einen das trägt, wird der Samstag zeigen. Trainer Manuel Baum möchte von seiner abstiegsbedrohten Mannschaft aber auf jeden Fall wieder Selbstvertrauen sehen. Mit Mut komme man am Ende weiter als mit Passivität, dozierte er nach dem Remis gegen Freiburg. Nach zwei Unentschieden bei einer Niederlage warten die Augsburger immer noch auf ihren ersten Dreier im Fußballjahr 2026. Wenn man die Schwaben aber reden hört, klingen sie eher nach einem Verein, der im Mittelfeld der Tabelle steht und Ausrufezeichen setzen will, als nach einem Verein, der nur drei Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16 hat und über eine der schlechtesten Offensiven der Bundesliga verfügt.DPA

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