Einsam am Gipfel

von Redaktion

Bayern-Baskets bezwingen auch Würzburg

Denker und Lenker: Justus Hollatz. © IMAGO

München – Irgendwann gegen Mitte der zweiten Halbzeit sah Svetislav Pesic die Zeit gekommen, ein Zeichen zu setzen. Für den Trainer der Basketballer des FC Bayern heißt das: Rein mit Andi Obst. Der Welt- und Europameister kam, versenkte binnen weniger als zwei Minuten zwei Dreier und einen Korbleger – und schon hatte dieses lange zähe Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga seine Richtung.

Am Ende stand ein 98:79 (37:36) für die Bayern auf der Anzeigetafel. Und mit ihm die Erkenntnis, dass auch Deutschlands Nummer zwei den Meister bestenfalls ein bisschen ärgern kann. Am Ende nicht einmal mehr das. Womit die Bayern zum Hauptrundenende schon mal eben zehn Punkte zwischen sich und die Franken gelegt haben. Mehr als die aktuellen Fußball-Dimensionen. Und die Frage stellt sich: Wer soll sie letztlich verhindern, die Münchner Titelverteidigung.

Würzburg versuchte sich mit zupackender Defensive. Das ging lange Zeit ganz gut, das Spiel blieb eng. Bis Obst kam und den noch fehlenden Impuls setzte. „Wir haben zwei verschiedene Spiele heute gehabt“, fand dann auch Trainer Svetislav Pesic, „die zweite Halbzeit war richtig gut.“

Kann man so sagen – nach dem Wechsel ließen Pesics Bayern den Ball munter kreiseln. Vor allem Justus Hollatz (11 Assists) tat das ganz nach dem Geschmack des Coachs. Irgendwann wurde die Sache dann auch für die Würzburger zu schnell. So dass vor allem die Schlussminuten eine echte Münchner Offensivgala wurden. In der am Ende Isaiah Mike den effizienten Obst (16 Punkte/15 Minuten) sogar noch überflügelte. 20 Punkte hatte der Kanadier am Ende zu Buche stehen.

Was Pesic natürlich nicht weniger gut gefiel. „Die Gegner müssen hier merken, dass sie zum Deutschen Meister kommen“, sagte er, „das haben wir geschafft.“ RP

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