Die Emotionen brachen beim Kitzbühel-Sieger Giovanni Franzoni (li.) und beim um nur 0,07 Sekunden geschlagenen Marco Odermatt (re.) ungebremst heraus. „Es ist verrückt, ich zittere am ganzen Körper“, sagte der Italiener, der nach seiner Traum-Abfahrt auf der Streif an seinen im September tödlich verunglückten Ski-Weggefährten Matteo Franzoso dachte: „Schon beim Start hatte ich Matteo im Kopf. Ich weiß, dass er stolz auf mich wäre.“ Die beiden waren jahrelang befreundet, im vergangenen Jahr teilten sie sich ein Zimmer beim Weltcup in Kitz. „Für den Rest meines Lebens werde ich für ihn Skifahren. Diese Tragödie gibt mir auch die nötige Kraft in dieser Saison“, beschreibt der neue Abfahrts-Star.
Der völlig frustrierte Odermatt war völlig niedergeschlagen. „Heute gab es nur eins, das war der Sieg. Das wusste ich, das wusste jeder“, sagte der Weltcup-Dominator, der weiter auf den Sieg bei der Abfahrt warten muss. Zweimal stand er bereits auf dem Podest. „Wenn man so nah dran ist und dann geht es nicht auf, das ist nicht schön“.FOTO: GRODER/AFP; IMAGO