Skiflug-Debakel

von Redaktion

DSV-Adler chancenlos Prevc-Flugshow

Domen Prevc springt allen davon. © Memmler/Imago

Oberstdorf – Spürbar unzufrieden schlug sich Karl Geiger mit den Handflächen gegen den Helm. Nach einem ordentlichen ersten Wettkampftag musste sich der Oberstdorfer Lokalmatador am Ende mit dem 17. Platz begnügen. Da auch Philipp Raimund nicht der ganz große Satz gelang, erlebten die deutschen Skiflieger bei der Weltmeisterschaft ein nahezu historisches Debakel: Zum ersten Mal seit 2010 landete kein Deutscher bei der WM in den Top Ten.

„Das ist schon sehr bitter“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher in der ARD. Zwar habe sich seine Mannschaft im Vergleich zum Vortag etwas verbessert präsentiert. Vier stabile Sprünge schaffte jedoch keiner der vier DSV-Adler.

Die Podiumsplätze gerieten dadurch schon frühzeitig außer Reichweite und der Rückstand auf den neuen Weltmeister Domen Prevc betrug für Raimund als 13. mehr als 125 Punkte. „Ich habe bislang in jedem Sprung einen Schritt nach vorn gemacht und gewöhne mich langsam ans Fliegen“, sagte Deutschlands bestplatzierter Flieger zufrieden.

Zumindest eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vortag zeigte Felix Hoffmann, der sich noch auf Platz 22 nach vorn arbeiten konnte. Teamkollege Pius Paschke musste sich mit Platz 25 begnügen.

Prevc dominierte die Konkurrenz indes einmal mehr nach Belieben, obwohl die Jury ihn jeweils mit deutlich weniger Anlauf die Heini-Klopfer-Schanze hinunterschickte. Sein Vorsprung auf Marius Lindvik aus Norwegen betrug fast 60 Punkte.DPA

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