OBERLIGA-TOUR

Riessersees Blick geht nach unten

von Redaktion

Erding setzt Ausrufezeichen, Tölz führt die Siegesserie fort, Peiting erlebt eine Ergebniskrise

Solides Comeback für den Finnen Tommi Steffen im Peitinger Kasten. © Oliver Rabuser

Riessersee: Es sollte die Woche der Wahrheit werden mit den Duellen gegen drei direkte Konkurrenten. Doch nach dem 5:2-Auswärtssieg in Stuttgart verlor der SC Riessersee daheim gegen Bayreuth mit 2:3 und in Erding mit 5:6 nach Verlängerung. Nun müssen die Weiß-Blauen endgültig nach unten schauen und um einen Pre-Playoff Rang kämpfen. Gegen starke Selber verlor der SCR am Sonntag mit 1:5. „Wir haben lange auf das Tor gewartet. Das 1:2 wäre der Gamechanger gewesen“, sagt Trainer Markus Jocher. „Der Wechsel nach einem Tor, egal auf welcher Seite ist der Wichtigste – und da kassieren wir sofort das Gegentor. Das darf nicht passieren.“ Mit dem 1:3 war das Spiel durch. Insbesondere die Bilanz gegen die drei Mannschaften hinter dem SCR ist schwach. Am Freitag geht’s zum letzten Mal zum EV Füssen. „Man sieht, dass wir sehr viele Körner in den letzten Spielen gelassen haben. Die Führungsspieler haben sehr viel Eiszeit in den vergangenen Wochen gehabt“, erklärt Jocher. TF

Erding: Ein Ausrufezeichen haben die Erding Gladiators gesetzt und mit einem Fünf-Punkt-Wochenende gezeigt, dass sie den Kampf um die Pre-Playoffs noch nicht aufgegeben haben. Und das mit einem sehr reduzierten Kader. 16 Feldspieler waren es am Freitag beim 6:5 nach Verlängerung im Heimspiel gegen den SC Riessersee. Und obwohl die Garmischer erst 47 Sekunden vor Schluss zum 5:5 kamen, als sie den Torwart für einen sechsten Feldspieler gezogen hatten, betonte Gladiators-Trainer Thomas Daffner: „Wir haben nicht einen Punkt verloren, sondern definitiv zwei Punkte gewonnen.“ Am Sonntag in Bayreuth hatte der Coach dann lediglich 15 Feldspieler dabei. Am Ende waren es nur noch 14 nach einer Matchstrafe gegen Markus Eberhardt. Bayreuth machte dann aus einem 1:3 ein 3:3 „und hatte eigentlich das Momentum auf seiner Seite“, so Daffner. Am Ende aber bissen sich seine Gladiators durch und gewannen 5:4. Fazit des glücklichen Trainers: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“WK

Bad Tölz: Die Löwen sind weiter im Höhenflug. Sie haben am Freitag einen Pflichtsieg eingefahren, am Sonntag ein recht hochklassiges Spitzenspiel in Heilbronn gewonnen. Und sie haben nicht nur mithilfe von Sponsoren und Gönnern nach langem Warten Wunschstürmer Michael Keränen als vierten Ausländer weiterverpflichten können. Mit Maximilian Spöttel kehrt eine eigentlich ausgemusterte Offensivkraft der Vorsaison zurück, die mit ihrer Schussfreude in der Breite gut tut und dem Geldbeutel nicht groß schadet.

„Es war sicher nicht unsere beste Leistung“, sagt Trainer Axel Kammerer zum mühsamen 4:2 gegen Peiting. Besser gefiel ihm das 3:1 gegen Heilbronn. Ein temporeiches Spiel mit starken Abwehrreihen mitsamt guten Torhütern. „Das einzige Manko war, dass wir im ersten Drittel nicht höher geführt haben als 1:0.“ So bedurfte es eines dreckigen Tores zum 2:1 von Christoph Fischhaber kurz vor Schluss, um den Sack zuzumachen. Im Sack war der sechste Sieg in Folge. NIC

Peiting: Erstmals seit Amtsantritt wird auch Lanny Gare mit einer Ergebniskrise konfrontiert. Zwei erwartbaren Niederlagen gegen Teams aus den Top-Drei folgte am Sonntag vor knapp 900 Zuschauern die 1:3-Niederlage gegen Lindau. Gerade gegen den Tabellennachbarn war es mit Blick auf die Playoffs ein harter Schlag ins Kontor. „Wir hatten kein Puckglück“, bedauerte Gare eingedenk der ordentlichen Leistung nach einem mäßigen ersten Drittel. Nur noch sechs Zähler sind es bis zum Verpassen der Pre-Playoffs.

Etwas Pech hatten die Peitinger nach der 1:6 Klatsche gegen Memmingen auch in Bad Tölz. Sie führten zweimal, konnten auf ein sehr solides Comeback von Goalie Tommi Steffen bauen, fanden zudem defensiv restriktive Mittel, um die Tormaschinerie aus dem Isarwinkel einzubremsen. Erst eine achtminütige Unterzahl sorgte für die Wende. „Das kannst du nicht bringen gegen eine so gute Mannschaft“, wusste Gare um den Knackpunkt der 2:4-Niederlage. OR

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