Haugen zu und durch!

von Redaktion

Spezial-Maske für Löwen-Torjäger

Gefahr für die Menschheit: Hannibal Lecter. © Imago

Gefahr für die Löwen-Gegner: Sigurd Haugen. © Privat

Schmerzhafter Zusammenprall: Seit diesem Crash mit FCI-Keeper Kai Eisele fehlt Löwen-Knipser Sigurd Haugen verletzt. © sampics

München – Auf den ersten Blick wirkte der 13. Dezember letzten Jahres wie der perfekte Löwen-Tag: 2:1-Sieg beim Nachbarn aus Ingolstadt, der vierte Erfolg in Serie. Doch die 68. Minute im Audi-Sportpark tat den Sechzgern so richtig weh – im doppelten Sinne. Zum einen krümmte sich Topstürmer Sigurd Haugen nach einem Zusammenprall mit FCI-Keeper Kai Eisele vor Schmerzen am Boden. Auswechslung, direkte Fahrt ins Krankenhaus. Die Diagnose schmerzte am Abend dann dem ganzen Club und seinen Aufstiegsambitionen. Kieferbruch, Operation, mehrwöchige Pause. Die wenig erfolgreiche 1860-Bilanz seitdem in der Dritten Liga: Drei Spiele, zwei Tore, null Siege.

Es ist unübersehbar, dass sich die Sechzger seit dem Haugen-Schock schwertun, eine Vielzahl an Torchancen herauszuspielen – zudem mit Florian Niederlechner eine weitere Alternative ebenfalls seit Wochen verletzt fehlt. „Siggi (Haugen; Red.) war in Topform, da brauchen wir nicht groß drumherum reden. Ihn mit seinen Tiefenläufen zu ersetzen, ist schwer“, erklärte Kevin Volland nach dem 1:1 in Osnabrück am Sonntag. Wohlwissend, dass Haugen-Ersatz David Philipp ähnlich wie Volland selbst eher aus dem offensiven Mittelfeld heraus gefährliche Aktionen kreieren kann. Und auch Patrick Hobsch hat definitiv andere Stärken, als häufig mit Tiefenläufen die gegnerischen Abwehrreihen durcheinanderzuwirbeln. Haugens Laufwege und sein Tempo gehen 1860 seit seiner Verletzung im Spiel ab, Sechzig ist ohne den Norweger berechenbarer geworden. Das muss sich schnellstmöglich ändern, am Besten bereits im Heimspiel gegen Alemannia Aachen (Samstag, 14.03 Uhr). Weiß auch Volland: „Wir müssen schauen, dass wir diesen Gegenpool zu Patrick Hobsch mal wieder gut ins Spiel bekommen.“

Wann Haugen den Löwen wieder auf dem Platz helfen kann und wann er vor allem seine alte Form wiederfindet, steht in den Sternen. Immerhin: Der Genesungsprozess scheint voranzuschreiten. Am Montag betrat der 28-Jährige mit einer speziellen Gesichtsmaske, die ein wenig an die Horror-Film-Figur Hannibal Lecter erinnert, den Trainingsplatz in Giesing. Genau wie Sturmkollege Niederlechner auch absolvierte Haugen große Teile der Einheit, wenn auch ohne Übungen mit Körperkontakt. Volland mahnt zur Geduld: „Du kannst das Risiko natürlich nicht eingehen, dass er im Training einen abbekommt und dann bis Saisonende ausfällt. Das ist Quatsch.“ Die große Frage bleibt bei 1860: Wartet man auf die Rückkehrer Haugen und Niederlechner oder reagiert man doch noch einmal auf dem Transfermarkt, ehe der Aufstiegszug für die Giesinger womöglich abgefahren ist? Die Uhr tickt – am 2. Februar endet die Transferperiode für die Dritte Liga.MARCO BLANCO UCLES

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