Acht Spiele, um zur Form zurückzufinden

von Redaktion

EHC München geht enttäuscht in die Olympiapause – jetzt „gesundes Maß an Training“

Ernüchtert: EHC-Stürmer Taro Hirose. © Red Bull/City-Press

München – 1:3 hinten, da setzte der Trainer ein Zeichen. Über sieben Minuten vor Schluss nahm er den Torhüter vom Eis, brachte einen zusätzlichen Angreifer. Das zahlte sich aus, der Mannschaft gelangen zwei Tore, sie rettete sich in die Verlängerung und gewann schließlich 4:3 nach Penaltyschießen.

1:3 hinten, da setzte der Trainer ein Zeichen. Viereinhalb Minuten standen als Restspielzeit noch auf der Uhr. Also: Torwart runter. Doch nichts gelang, obwohl der Gegner sich durch Strafzeiten weiter schwächte. Es blieb bei der 1:3-Niederlage.

Die erste Geschichte ist die der Adler Mannheim und ihres Coaches Dallas Eakins, die am Sonntag ein gegen den EHC Red Bull München fast schon verlorenes Spiel noch drehen.

In der zweiten Geschichte sind München und Trainer Oliver David in der Rolle der Verfolger – doch ihre Jagd am Dienstag in Schwenningen scheitert, sie verlieren.

Und so hat der EHC sein Ziel verfehlt, mit einem guten Gefühl in die einmonatige Olympia-Pause zu gehen. Einen 3:1-Vorsprung nicht gehalten, einen 1:3-Rückstand nicht mehr ausgeglichen, das ergab aus den letzten beiden Partien lediglich einen Punkt, in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga rutschte München von Platz zwei auf vier ab. Verteidiger Fabio Wagner bestätigt, dass der EHC vom Weg abgekommen ist: „Wir müssen in der Olympiapause den Reset und dann zurück zu unserem Spiel finden.“

Die Lage ist: Der EHC (84 Punkte) kann noch Zweiter (aktuell Mannheim, 89), Dritter (Ingolstadt, 85) oder Fünfter (Straubing, 83) werden. Als Vierter hätte er in der ersten Playoff-Runde Heimstartrecht, als Drittem oder Zweitem drohen ihm in der ersten Runde die Eisbären Berlin, die diese Saison zwar schwächeln, aber halt Berlin, der Meister in vier der letzten fünf Jahre sind. Muss man als Gegner im Viertelfinale nicht haben.

Oliver David kündigt an, dass man in den Wochen ohne DEL-Betrieb auf ein „gesundes Maß an Training“ setzen werde, um sich vorzubereiten auf die noch acht verbleibenden Spiele, von denen (David: „Bang bang“) sechs innerhalb von zwölf Tagen stattfinden.

GÜNTER KLEIN

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